Zweiter Amerika-Start, erster Amerika-Sieg. Und was für einer. So die Bilanz des Fährhofers Sanagas nach zwei Auftritten in seiner neuen Heimat. Freitagnacht deutscher Zeit gewann der fünfjährige Lomitas-Sohn die mit 81.000 US-Dollar dotierten John’s Call Stakes in Saratoga.
Und das Listenrennen über 2600 Meter auf der Grasbahn wurde zu einer leichten Beute des Fährhofers, der seit wenigen Monaten bei Kentucky Derby-Siegtrainer Graham Motion in den Staaten vorbereitet wird.
In Deutschland gewann Sanagas vier seiner fünf Starts, siegte noch in diesem Jahr im Februar mit Höchstgewicht auf Ausgleich III-Level auf der Neusser Sandbahn. Aufgrund von Lungenblutens musste Sanagas seine Deutschland-Karriere beenden und wurde von Dr. Andreas Jacobs nach Amerika überstellt.
Dieser Schachzug stellt sich nun als genau richtig heraus. Nach Platz sieben im Arlington Park in einem Grupperennen, nur 3 1/4 Längen vom Sieger geschlagen, zum US-Debut im Juli folgte nun ein leichter Listensieg. Und glaubt man dem amerikanischen Sanagas-Team, ist durchaus noch mehr drin.
‚Ich hatte ihn sogar für ein Gruppe I-Rennen, das Sword Dancer Invitational, in der kommenden Woche eingeschrieben, dachte ich, dass die John’s Call Stakes erstaunlich stark besetzt sind. Direkt in ein Gruppe I-Rennen zu gehen, war mir dann aber doch etwas zu gewagt. Sanagas hat überzeugend gewonnen und wird sich noch weiter steigern und viel Spaß bringen‘, zeigte sich Trainer Graham Motion nach dem mit 45.000 US-Dollar dotierten Sieg hochzufrieden.
Auf dem zweiten Platz, 2 1/4 Längen hinter Sanagas, landete der vierjährige Giant’s Causeway-Sohn Center Divider. Dieser stammt aus der Oaks d’Italia-Siegerin Meridiana. Diese stammt wie Sanagas von Fährhof Stallion Lomitas.
Bei seinem Sieg in Saratoga blieb Sanagas unter Jockey Rajiv Maragh, wie schon bei seinem Start zuvor im Arlington Park, nicht ganz gerade und brach im Einlauf über mehrere Walzenbreiten nach außen weg.
‚Der Jockey hat mir schon nach dem letzten Start gesagt, dass Sanagas das macht. Wir haben über sein linkes Auge daher eine zusätzliche Art von Scheuklappe verwendet‘, erläuterte Motion nach dem Listenrennen.
‚Ich musste nicht auf ihm viel tun und habe ihn nur mit den Händen unterstützt. Dass er nach außen weggelaufen ist, hat nichts gemacht, war er überlegen heute und ich musste wirklich nicht viel machen heute. Da kommt noch mehr‘, war auch Reiter Maragh voll des Lobes über den Fährhofer, der auf schneller Bahn auf Sieg 69:10 und 30:10 auf Platz bezahlte.












