Hoppegarten war am Sonntag nicht nur der Ort der Austragung des 121. Großen Preis von Berlin, sondern auch des Internationalen Super Handicaps. Dieser Ausgleich I über 1800 Meter war mit sagenhaften 80 000 Euro dotiert, entsprechend war des Feld mit zwölf hochkarätigen Kandidaten besetzt, die sich den Siegpreis sichern wollten.
Den dicken Fisch des 40 000 Euro Siegpreises schnappt sich am Ende Point Blank (Foto) aus dem Stall von Mario Hofer. Der Royal Dragon-Sohn ging als 51 kg-Leichtgewicht unter Steffi Hofer in die Partie, die das Rennen von der Spitze aus bestens einteilte Video ansehen.
Im Einlauf machte sie mit Point Blank gleich einen Satz, so dass auch der zum Schluss immer besser werdende Empire Storm (A. Wöhler/E. Pedroza, Platzquote 15:10) nicht mehr an den heran 228:10 Außenseiter heran kam.
Auf Platz drei steigerte sich Combat Zone (M.Hofer/T. Queally, Platzquote 25:10), machte damit den Hofer-Triumph in der 80 000 Euro-Prüfung komplett, während Lyssio (P. Schiergen/A. Starke) den vierten Platz belegte. Die Viererwette zahlte dank Point Blank 250 007:10!
Mario Hofer: ‚Ich bin natürlich hoch zufrieden mit Platz eins und drei und freue mich besonders, dass meine Tochter Steffi gewonnen hat. Ich konnte schon im Vorfeld nicht verstehen, warum Point Blank so unterschätzt wurde, für mich hatte er als Leichtgewicht eine gute Chance.‘
Godolphins Secrecy, der als 37:10-Favorit in die Prüfung gegangen war, belegte unter Michael Caddedu, der für den verletzten Frankie Dettori einsprang, nur den acht Platz, hatte keinen besseren Moment.
Gleich in der ersten Tagesprüfung in Hoppegarten gab es interessanten Sport zu sehen. Im Preis der Grunewald-Rennbahn, traten elf hoffnungsvolle Youngster über 1200 Meter aufeinander, die teilweise mit Nennungen für bessere Rennen ausgestattet sind.
In dieser Prüfung spielte Arabian Falcon (80:10) aus dem Stall von Christian Sprengel seine Routine voll aus. Der England-Import kam in seiner alten Heimat zuvor bereits vier Mal an den Start, behauptete unter Filip Minarik die Führung gegen die Angriffe der Fährhoferin Paraisa (A. Wöhler/E. Pedroza, Platzquote 20:10) und Spirit Danon (P. Schiergen/A. Suborics, Platzquote 23:10).
Das Otto Schmidt-Gedächtnisrennen war den dreijährigen sieglosen Pferden vorbehalten. Hier trat Avanti (H-J. Gröschel/A. Suborics, Platzquote 11:10) über die geforderten 2400 Meter als 20:10-Favorit an. Die Gerade herunter griff Avanti den führenden Lord Emery (M.Figge/E. Pedroza, Siequote 75:10) permanent an, kam an dem Gast aus München des Stalles Eivissa jedoch einfach nicht vorbei, so dass sich der Gröschel-Schützling mit dem zweiten Platz vor dem drei Längen zurück folgenden Mr. Doyen (S.Smrczek/A. Starke, Platzquote 15:10) zufrieden geben musste.
Ihren jeweils zweiten Tagestreffer feierten Christian Sprengel und Andrasch Starke im Preis der Berliner Zeitung. Hier setzte sich Andrasch Starke für den in Hannover ansässigen Trainer in einem Ausgleich IV mit Concordia über 1400 Meter sicher gegen Pachomius (Chr. Zschache/E. Pedroza, Platzquote 32:10), Thriller (H.W.Hiller/V. Kannenberg,Platzquote 34:10) und Latasha (S. Kamin/J. Bojko) durch. Die von der Sportwelt vorausgesagte Viererwette zahlte 200 006:10.
Der Renntag um die ‚Rückkehr‘ des Großen Preis von Berlin geriet zu einem vollen Erfolg. Rund 13 000 Besucher tummelten sich auf der Bahn, genossen die Atmosphähre auf der Rennbahn der Hauptstadt. Der Wettumsatz von rund 370 000 Euro erzeugte strahlende Gesichter bei den Verantwortlichen, da alleine 210 000 Euro davon auf der Bahn und 90 000 Euro im Hauptrennen gewettet wurden.













