Die fünf Schlenderhaner waren vor dem Derby in aller Munde. Niemand hätte es gewundert, wenn es einen Einlauf mit den Pferden aus dem traditonsreichen Privatgestüt der Familie von Ullmann gegeben hätte. Am Ende gelang nicht Jens Hirschberger, sondern Andreas Wöhler (Foto, mit Waldpark und Jozef Bojko) dieses Kunststück, der mit Waldpark und Earl of Tinsdal die beiden Erstplatzierten stellte.
Für Andreas Wöhler ist Waldpark der dritte Sieger im Blauen Band, zuvor gingen aus seinem Training Pik König (1992) und Belenus (1999) als Erster in dieser Klassischen Prüfung hervor.
Andreas Wöhler: ‚Das ist natürlich ein großartiger Erfolg, mit dem keiner zuvor rechnen konnte. Soetwas ist immer das Erfolg des ganzen Teams. Es beginnt schon mit der Vorbereitung und der Planung der Rennen vor dem Derby.‘
Den größten Erfolg seiner Karriere landete Jozef Bojko, der seit vielen Jahren eine verlässliche Größe im deutschen Jockeylager ist, mit Waldpark seinen ersten Gruppe I- Treffer überhaupt landen konnte.
‚Das kann mir keiner mehr nehmen‘ kommentierte der gebürtige Slowake sein Glück, der sich zuvor sehr gefreut hatte, mit Waldpark in das Rennen gehen zu können. ‚Ich war seit März von Waldpark überzeugt und glücklich, als Eddie sich für Earl of Tinsdal entschieden hatte. Schon im Schlussbogen hatte ich ein sehr gutes Gefühl.
Meine Kollegen mussten da schon alle reiten, während Waldpark noch richtig brummte, eigentlich war ich sogar zu früh vorne‘, beschrieb der Derby-Siegreiter bescheiden wie immer den Rennverlauf.
Schlenderhans Gestütsleiter Gebhard Apelt: ‚Soetwas passiert. Es war halt nicht das Derby des Gestüt Schlenderhan. Letztendlich sind alle Pferde am Rennverlauf gescheitert, wobei sich Mawingo für die widrigen Umstände als vierter ausgezeichnet geschlagen hat.‘
Jonny Murtagh, Reiter von Gereon:
‚Gereon ist nach meiner Meinung kein 2400 Meter Pferd. Ich empfehle, in der Distanz zurück zu gehen. Letztendlich hat sich Gereon auch auf dem Boden nicht wohl gefühlt. Das hat heute bei den Verhältnissen wohl kein Pferd getan.‘
William Buick, Reiter von Lindenthaler:
‚Lindenthaler ist nicht an der Distanz, sondern an dem losen Boden gescheitert.‘
Tom Dascombe, Trainer von Brown Panther:
‚Für das Abschneiden von Brown Panther gibt es keine Entschuldigung. Heute war er reell geschlagen, es war allerdings auch nicht der Plan, vorne zu gehen. Er sollte eigentlich an vierter oder fünfter Stelle galoppieren.‘











