Spätestens seit Samstag gibt es keinen Zweifel mehr darüber, wer aktuell der beste Meiler in deutschen Rennställen ist. Es ist der von Jens Hirschberger für Georg Baron von Ullmann trainierte Hernando-Sohn Alianthus. Der Sechsjährige gewann in Hamburg auch das Franz-Günther von Gaertner-Gedächtnisrennen, die Hamburger Meile (55.000 Euro).
Als 20:10-Favorit war der Hengst unter Stalljockey Adrie de Vries in die Gruppe III-Prüfung gegangen. Und auch wenn der Boden, wie schon zuletzt in Baden-Baden, gut war, ließ er in seiner typischen Manier, Start-Ziel, nichts anbrennen, gewann sein drittes Gruppe III-Rennen in Folge mit zwei Längen Vorsprung Video ansehen.
Eigentlich kam der Ullmann-Vertreter zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, auch weil der Angriff des vermeintlich stärksten Konkurrenten Emerald Commander in der Zielgeraden schnell wirkungslos verpuffte. Der Godolphin-Hengst lag unter Terry Hellier unterwegs an vierter Stelle, fand als Jahresdebütant im Einlauf aber nicht den höheren Gang. Ohnehin fand er nicht seinen bevorzugten weichen Boden an, er könnte nach Aussage seines Teams den Start auch noch benötigt haben.
‚Das Derby-Meeting fängt ja schon mal gut an. Er ist schon ein tolles Pferd‘, freute sich Alianthus-Trainer Jens Hirschberger nach dem Rennen. Die weitere Route seines Schützlings ist noch offen. Möglich wäre ein Start in Düsseldorf in drei Wochen, aber man hat auch im Hinterkopf, mit dem Hernando-Sohn einmal auf höherem Level zu punkten.
Auf die Plätze zwei und drei hinter dem Sieger kamen mit dem Wittekindshofer Le Big und der zweiten Stall D’Angelo-Farbe Sanjii Danon die beiden längsten Außenseiter im Siebenerfeld (Santino war Nichtstarter).
Earl of Fire, der Sieger der beiden letzten Austragungen dieses Rennens, wurde Siebter. Der einzige Dreijährige im Feld, Rose Danon, kam ohne Chance auf mehr als Fünfter über die Linie.









