Was in Frankreich der Prix Greffulhe ist – der Sieger Pour Moi gewann am letzten Samstag das Epsom Derby – und in England die Dante Stakes sind – es siegte der spätere Dritte im Epsom Derby Carlton House – das ist seit gefühlten ewigen Zeiten das Kölner Oppenheim-Union- Rennen. „Wer die Union gewinnt, ist der Derby-Favorit“, so sagt der Volksmund und liegt meistens richtig damit.
Vor zwölf Monaten trumpfte Zazou groß auf, im Derby musste er – erstmals in der Geschichte des Derbys – mit Buzzword einem Gast aus dem Ausland den Vorteil lassen. 2009 hieß der Sieger Wiener Walzer, der dann anschließend auch in Hamburg triumphierte. Allein diese beiden Vergleiche verdeutlichen den hohen Wert des Oppenheim-Union-Rennens (Zum Langzeitmarkt).
Schlenderhan könnte am Sonntag in dieser mit 100.000 Euro dotierten Gruppe-II-Prüfung zwei Jahre nach Wiener Walzer wieder an der Reihe sein. Jens Hirschberger sattelt mit der ersten Farbe Arrigo (Foto) und Ametrin gleich zwei Top-Chancen. Noch höher als Arrigo (94 Kilo) rangiert der Mehl-Mülhens-Zweite Gereon (94,5) im aktuellen offiziellen Generalausgleich.
Wie der Next Desert-Sohn im ersten Klassiker der Saison Tritt fasste, lässt allemal den Schluss zu, dass die 2200 Meter dem Gast aus Hoppegarten so richtig auf den Leib geschnitten sind. Peter Schiergen schickt den Ittlinger Saltas und Stall D‘Angelos Theo Danon in die „Union“ und hat somit zwei Pferde im Rennen, die von Nord bis Süd zu den Mitfavoriten im Derby-Feld zählen.
Dass das Quartier von Andreas Wöhler für das Blaue Band gleich mit mehreren Pferde bestens aufgestellt ist, bedarf mittlerweile keine großen Kommentierung mehr. Mit Sundream könnte ein weiterer Name hinzukommen. Das Derby-Ticket noch lösen möchten ferner auch Sindaco und Ordensritter.
Vor allem Sindaco sollte man nach seinem so überzeugenden Debütsieg nicht unterschätzen, auch wenn er zuletzt möglicherweise an der Taktik scheiterte.










