Am Sonntagnachmittag zog ganz Turfdeutschland den Hut vor einem Mann. Trainer Christian Zschache. In den 2000 Guineas bewies dieser allen Kritikern, dass Gereon keine zweijährige Eintagsfliege war. Mehr noch.
Er bewies allen, dass er auch mit einem kleinen und qualitativ überschaubaren Lot eines der besten Pferde Deutschlands trainieren kann.
Und das sicher auf eine teilweise unkonventionelle Art, die von großen Trainern der Zunft teils belächelt wurde. Doch seit Sonntag steht fest: Zschache hat alles richtig gemacht.
Hut ab vor dieser Leistung. Platz zwei im Klassiker. Und das mit einem Jahresdebütanten. Und das nur von einem Pferd bezwungen, welches zuvor nur am großen Frankel, dem wohl besten dreijährigen Galopper der Welt, scheiterte.
‚Das war für den Jahreseinstand ausgezeichnet und wir sind mit der Leistung und Art und Weise des Laufens von Gereon vollauf zufrieden. Wir liegen weiter voll im Plan in Richtung Deutsches Derby‘, gab Zschache unmittelbar nach dem mit 30.000 Euro dotierten Ehrenplatz in der Domstadt zu Protokoll.
Und Zschaches Plan ist bekannt. Über die Union in Köln geht es zum Blauen Band. Sonntagnacht kam Gereon wieder in seiner Box in Hoppegarten an, hat das Gruppe II-Rennen über die Meile bestens weggesteckt.
‚Er hat das Rennen bestens verkraftet, direkt wieder gut gefressen und alles ist bestens mit dem Pferd‘, heißt es aus dem Umfeld des Braunen, für den Zschache nach dem Sieg im Herzog von Ratibor-Rennen über eine halbe Million Euro abgelehnt haben soll.
Für Platz zwei in den Guineas erhielt der dreijährige Next Desert-Sohn ein GAG von 94,0 Kilo, steht damit aktuell im Jahrgang an dritter Stelle hinter Lindenthaler (95 Kilo), der wie Gereon aus der Zucht des Gestüt Ebbesloh stammt, und Mawingo (94,5), gleichauf mit Schlenderhans inoffizieller Derby-Nummer 1, Arrigo.











