Die Rennbahn Capanelle in Rom und der von Ralf Rohne trainierte Johan Cruyff-Sohn Estejo, das passt. Auf dem Rechtskurs in der italienischen Hauptstadt hatte der inzwischen Siebenjährige aus dem Besitz des Italieners Giovanno Martone vor fast drei Jahren den Premio Roma gewonnen und war damit zum Gruppe I-Sieger aufgestiegen.
Und am Sonntag stürmte der Rohne-Schützling (Foto) auch im Premio Presidente della Repubblica, dem mit 297.000 Euro dotierten Gruppe I-Rennen über 2000 Meter zum Sieg, schnappte sich sein zweites Gruppe I-Rennen.
Dabei hatte alle Welt viel eher mit einem Sieg des von Mario Hofer für Werner Heinz trainierten Zazou gerechnet. Unter Tom Queally war der Vierjährige auch als 20:10-Favorit in die Startmaschine eingerückt.
Zunächst wurde das Rennen von Russian King bestimmt, dem Stallgefährten von Estejo, der unter Walter Gambarota richtig Dampf machte. Hinter ihm lag mit etwas Abstand zunächst der Mitfavorit Branderburgo, dann klaffte eine Lücke bis zum Rest des Feldes.
Im Einlauf war Russian King schnell gestellt, etwa 450 Meter vor dem Zielschritt Zazou zum Angriff und hatte kurz auch die Spitze. Cima de Pluie und dann auch der Vorjahreszweite Voila Ici griffen nun aber auch in den Endkampf ein, ebenso war Estejo zur Stelle, der von Umberto Rispoli, der erstmals in seinem Sattel saß, aber hinter Zazou erst einmal auf eine freie Sour gebracht werden musste.
Dort packte der Rohne-Schützling aber ganz stark an und bekam Voila Ici mit zunehmender Distanz in den Griff. Dagegen lief Zazou 250 Meter vor dem Ziel wie vor eine Wand. Am Ende blieb für ihn sogar nur der siebte Rang, hinter Russian King, der Sechster wurde.
Estejo hatte im Ziel einen Vorteil von eineinhalb Längen gegen Voila Ici, dichtauf war die von weit hinten noch enorm schnell werdende Stute Quiza Quiza Quiza Dritte.









