Lange hatte man im Lindenthaler-Team überlegt, ob man vor dem Deutschen Derby im Bavarian Classic oder im Prix Hocquart laufen soll. Man entschied sich für das Gruppe II-Rennen in Longchamp. Doch der Mut wurde leider nicht belohnt.
Nach einem Traumrennen an dritter Position, an der Innenseite schön versteckt, hatte Lindenthaler nichts mehr zu bestellen, als auf der Geraden in Longchamp die Post abging.
Am Ende kam Lindenthaler, der unter Andrasch Starke zu einer Quote von 58:10 als vierter Favorit angetreten war, nur als Letzter am Zielpfosten des mit 130.000 Euro dotierten Rennens vorbei.
Dabei zeigte der Azamour-Sohn aus dem Rennstall von Peter Schiergen, der bis dahin bei drei Starts ungeschlagen war und in Krefeld vor wenigen Wochen im Dr.Busch-Memorial zum Gruppesieger avancierte, kaum sein wahres Gesicht und gab eine unerklärlich schwache Vorstellung ab.
Ob sich Schlüsse über das Stehvermögen des Pferdes, das mit dem fünften Platz immerhin noch 4.500 Euro verdiente, nach einem langsam gelaufenen Rennen ausmachen lassen, ist fraglich.
Der Sieg in dem Gruppe II-Rennen ging an den dreijährigen Peintre Celebre-Sohn Prairie Star, der unter Christophe Soumillon in einem tollen Finish den vom letzten Platz kommenden Shirocco-Sohn Grand Vent mit einer Nase in Schach hielt. Der Sieger zahlte 27:10, war von den Wettern in Paris sogar zum Favoriten gemacht worden.
Der aus England angereiste Genius Beast, den das Godolphin-Imperium am Donnerstag eigens für das Rennen nachgenannt hatte, hatte unter Frankie Dettori von der Spitze aus nichts zu bestellen und wurde klarer zurück Dritter.












