Dreij?hrige Hengste: Dekan, Aviator und Nafar ?berzeugen

Dreijährigen-Rennen aller Orten und mit bester Qualität besetzt. So lautet das Resümee nach dem Sonntagsrenntag. Gleich mehrere Traditionsgestüte konnten mit ihrer Nachzucht auf sich aufmerksam machen. Da war zum einen das Gestüt Röttgen, das in Bremen triumphierte, das Gestüt Ittlingen in Hoppegarten und in Köln stellte das Gestüt am Schlossgarten den siegreichen Hengst.

In Bremen kamen die Dreijährigen im Preis des Bremer Rennvereins über die Derbystanz von 2.400 Meter an den Ablauf. Hier waren gleich sechs Pferde an der Zahl mit Derbyambitionen unterwegs.

Mit von der Partie waren dabei der Karlshofer Dalakhani-Sohn Seismos aus dem Stall von Andreas Wöhler und der von Waldemar Hickst vorbereitete Sommernachtstraum, die sich beide zuvor schon als jeweils Zweiter profilieren konnten und als Favoriten in die Prüfung gingen.

Doch den beiden bereits erprobten Pferden schlug ein Debütant ein Schnippchen. Der von Markus Klug für das Gestüt Röttgen vorbereitete Dekan (Eugen Frank, Foto, Siegquote 72:10), ein Bruder des Klasse-Pferdes Dickens, kam Mitte der Geraden noch heran gefolgen, verwies in einer turbulenten Partie Sommernachtstraum (Platzquote 14:10) auf Platz zwei.

Der Hickst-Vertreter kam als moralischer Sieger in den Absattelring zurück, machte der französische Jockey Anthony Crastus auf dem Shirocco-Sohn keine glückliche Figur und kam erst frei, als das Rennen gelaufen war.

Als Dritter kam der Co-Favorit Seismos (A. Wöhler/J.Bojko, Platzquote 12:10) über die Linie und peilt nun das Schweizer Derby an. Dekan erlitt nach dem Rennen einen Unfall und musste aufgegeben werden (siehe extra Text).

‚Das ist für mich ein potenzielles Derbypferd‘, mit diesen Worten hatte Torsten Mundry Aviator bei der Stallparade vorgestellt und der vom Gestüt Ittlingen gezogene Motivator-Sohn wurde der Einschätzung seines Betreuers vollauf gerecht: Leicht mit fünf Längen siegte Aviator (Foto, Siegquote 46:19) mit Norman Richter im Sattel im Preis der Wohnungsbaugenossenschaften über 2200 Meter.

Besser hätte der ersten Schritt Richtung Derby nicht ausfallen können. Als Zweiter kam Charlton (St. Otruba, Platzquote 14:10) für das Gestüt Haus Ittlingen vor dem Favoriten Monje Danon (A. Wöhler/E. Pedroza, Platzquote 11:10), der sich am Start klar versäumt hatte, über die Linie. Aviator soll nun in Iffezheimer Derby-Trail sein Ticket für das Blaue Band lösen.

In Köln kam Nafar (W. Hickst/A. Suborics Siegquote 24:10) im Königstreuer-Rennen über 1600 Meter zu einem verdienten Erfolg. Der vom Gestüt Am Schlossgarten gezogene Singspiel-Sohn konnte schon bei seinem letzten Auftritt als Dritter in Hoppegarten gefallen, setzte sich nun gegen Tobey (W. Baltromei/J. Victoire, Platzquote 12:10) und den lange gut gehenden Willow (T. Mundry/A. Starke 12:0) durch.

Dr. Stefan Eversfield, Eigner und Züchter von Nafar: ‚Heute hat Nafar gezeigt, dass die Distanzen von 1600 bis 1800 Meter für ihn passend sind. Wir zielen schon auf Blacktype.‘

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