Wird Vorjahressieger Sch?tzenjunker wieder der Star?

Es ist schon eine etwas ungewöhnliche Distanz, die im Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf, einem der beiden Gruppe III-Rennen um 55.000 Euro am Sonntag in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens, verlangt wird. 1700 Meter sind auf der Rennbahn am Grafenberg zurückzulegen, ehe der Sieger feststeht.

Und wenn man sich zwölf Monate zurück versetzt, dann wird man wissen, dass Walter Buschs Schützenjunker der Konkurrenz die Eisen zeigte. Und zwar vom Start bis ins Ziel. Einem neuerlichen Erfolg steht also nichts im Wege?

Ganz im Gegenteil. Nicht nur, dass der fünfjährige Lord of Men-Sohn acht starke Konkurrenten zu bezwingen hat, sondern Petrus scheint dieser Tage nicht ganz auf der Seite Schützenjunkers zu stehen. Der Ostmann-Schützling mag es nämlich weich unter den Hufen. Je weicher, desto besser könnte man sogar sagen. Dennoch: 1700 Meter sind als Idealdistanz für Schützenjunker einzustufen und der Italiener Daniele Porcu bewies noch vor zwei Wochen in Köln, als er der Auenquellerin Reine heuresuse alles bestens einteilte, dass er es versteht, den Pferden das Rennen gut einzuteilen.

Ein ähnliches Szenario könnte sich am Sonntag ergeben, wenn Porcu bestimmt wie 14 Tage zuvor versuchen wird, das Rennen von der Spitze aus zu gestalten.

Allerdings galoppiert auch Alianthus gerne ganz vorne. Diese Taktik brachte ihm jüngst den ersten Gruppe-Sieg ein, als er der Europa-Meile (Gruppe II) auf sehr durchlässigem Kölner Geläuf seinen Stempel aufdrückte und unter Adrie de Vries, der wieder im Sattel zu sehen sein wird, einen tollen Erfolg für Besitzer Georg Baron von Ullmann verzeichnete.

In Düsseldorf trifft der Hernando-Sohn erneut auf Noble Alpha, dessen zweiter Platz aus Köln schon toll aussah und der sich beim ersten Start nach der Kastration äußerst teuer verkaufte. Der dreijährige Shamardal-Sohn aus dem Stall von Mario Hofer musste in der Zielgeraden vielleicht auch einen Tick zuviel Boden auf den vorne enteilten Alianthus gutmachen.

Am Sonntag nimmt sich Jockey Terence Hellier bestimmt wieder eine Menge vor und wer den Routinier unterschätzt, ist nicht nur in dieser Saison schon oft eines besseren belehrt worden.

Bliebe noch der D’Angelo-Galopper Sanjii Danon im Kreise der chancenreichen Pferde zu nennen, dessen Gruppe-Platzierung sicher nicht übersehen werden darf. Alexander Pietsch reitet den Big Shuffle-Sohn aus dem Quartier von Wlademar Hickst. Der Ittlinger Neatico hat etwa zu diesem Zeitpunkt im letzten Jahr das Herzog von Ratibor-Rennen in Krefeld gewonnen und avancierte damit zu einem der Top-Youngster.

Seine letzte Form kann so eigentlich nicht stimmen und er geht nun in der Distanz deutlich zurück, hat einige Fragen zu beantworten. Der Rest hat es nach den letzten Formen schon sehr schwer, Tertullus startet für den Norweger Rune Haugen, da dürfte sich das Team schon etwas ausrechnen. 2009 belegte er immerhin den vierten Platz in der Düsseldorfer Hnkel-Trophy, die zur Gruppe II-Kategorie gehörte. (Zum Langzeitmarkt)

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