Preis von Europa: Bereits 22mal waren die G?ste am Zug

Noch vor zwölf Monaten war der Preis von Europa, der am Sonntag in Köln wieder das große Jahreshighlight auf dem Weidenpescher Hippodrom ist, durch Jukebox Jury (Foto) nach England gegangen. Der Schimmel aus dem Stall von Mark Johnston bezwang unter Royston Ffrench nach Kampf Godolphins Eastern Anthem.

Es war der 22. Treffer eines Gastes in dieser Gruppe-I-Prüfung, die 1963 erstmals ausgetragen und von Opponent und Hein Bollow gewonnen wurde. Der Weidenpescher Trainer Josef Hochstein zeichnete als Trainer.

Doch schon 1964 gab es durch Fujijama und somit einen Gast aus Frankreich den ersten Gästeerfolg zu notieren. Es folgten die sensationellen Auftritte des russischen Wunderpferdes Anilin, der von 1965 bis 1967 dreimal in Folge auftrumpfte. 1968 trug Paul Hilgers Arjon zwar deutsche Farben zum Sieg, doch wurde der Hengst in Frankreich trainiert.

496:10 zahlte der Franzose Acacio d‘ Aguilar, der 1973 für einen Paukenschlag im Preis von Europa sorgte. 1978 gab es Wiedersehen mit Anilins Siegreiter Nikolai Nasibow, der nun als Trainer des Siegers Aden verantwortlich war. Die Farben des Amerikaners Paul Mellon dominierten 1981 und 1984 durch Glint of Gold und Gold and Ivory, beide wurden von Ian Balding trainiert. Dazwischen lag 1983 der Erfolg des Franzosen Esprit du Nord, der unter Lester Piggott gewann.

Vom letzten Platz kommend siegte Aga Khans Sumayr unter Yves Saint-Martin im Jahre 1985, durch Allez Milord und Ibn Bey folgten zwei englische Siege in den Jahren 1986 und 1989. Auch Andre Fabre entdeckte 1992 den Preis von Europa, in einem kleinen Feld siegte Apple Tree mit Thierry Jarnet.

Einen Dreier legte Newmarket-Trainer John Dunlop hin, als er 1997 und 1998 Taipan zum Europa-Preis-Sieg sattelte und im Millenniumsjahr mit Golden Snake noch einen Treffer oben drauf setzte. Godolphin war 2001 erstmals im Preis von Europa an der Reihe, als Kutub unter Frankie Dettori siegte. Dieses Team kam auch 2003 durch Mamool zum Zuge.

Einen Stutenerfolg gab es 2004 durch Albanova zu notieren, die von Sir Mark Prescott trainierte Stute siegte unter Seb Sanders sogar als Fvaoritin. Brennend heiß am Toto stand der von Mick Channon trainierte Youmzain, der 2008 mit Kieren Fallon im Sattel als 18:10-Favorit erfolgreich war. Und mit dem Erfolg von Jukebox Jury im letzten Jahr schließt sich dieser Kreis.

Am Sonntag wird Allied Powers als einziger Gast im Preis von Europa in die Boxen einrücken. Dass der von Michael Bell trainierte fünfjährige Hengst den 23. Gästeerfolg in diesem Herbst-Klassiker landen wird, erscheint doch wohl eher zweifelhaft.

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