Die besten Stuten Europas starteten am Sonntag in Paris-Longchamp im Prix Vermeille, der 2400 Meter-Prüfung auf Gruppe I-Parkett, in der es insgesamt um 350.000 Euro ging. Unter den zwölf Starterinnen befand sich mit der Röttgenerin Enora aus dem Stall von Torsten Mundry auch ein deutsches Pferd. Doch die Noverre-Tochter war unter Christophe Soumillon ohne Chance.
Als drittletztes Pferd kam die Dreijährige aus Warendorf in die Zielgerade, doch musste ihr Jockey zu diesem Zeitpunkt bereits hart arbeiten. Früh war zu erkennen, dass die Diana-Siegerin diesmal nichts verdienen würde, und so ließ sie ihr Reiter dann auch früh in Ruhe. Schließlich kam sie abgeschlagen als Elfte über die Linie.
Der Sieg ging an die von Henry Cecil für Khalid Abdullah trainierte Mitfavoritin Midday (Foto, 38:10), die sich unter Ex-Schlenderhan-Jockey Tom Queally gegen die Grad Prix de Saint-Cloud-Siegerin Plumania und die Favoritin Sarafina durchsetzen konnte, die somit ihre erste Niederlage hinnehmen musste. Als Vierte war die Pacemakerin Ashiyla im Ziel sogar nur minimal hinter ihrer Stallgefährtin.
Wie schon zuletzt in den Yorkshire Oaks war die stark beachtete Top-Stute Sariska aus dem Stall von Michael Bell beim Start nicht zum Abspringen zu bewegen und blieb stehen. Sie beendet nach dem erneuten Fauxpas nun ihre Rennkarriere.
Die Siegerin Midday wird wohl nicht im Arc laufen, sondern hat das Breeders‘ Cup Filly Mare Turf als nächstes Ziel. ‚Sie brauchte noch ein Rennen vor dem Breeders‘ Cup. Ich liebe den Arc, aber das Filly Mare Turf ist ihr Rennen‘, erklärte Henry Cecil nach dem Sieg seiner Stute. Die englischen Buchmacher ergänzten die Stute trotzdem im Arc-Wettmarkt mit Kursen zwischen 100 und 130:10.









