Seit Dienstag sind es 648.000 Euro, die die Godolphin-Flotte von Scheich Mohammed al Maktoum in der Saison 2010 mit ihren Pferden in Deutschland verdient hat. Emerald Commander hat die Bilanz wieder ein Stückchen aufgestockt und damit exakt das getan, was dem Hengst Cavalryman am Sonntag ebenfalls gelingen soll.
Der Vierjährige ist im 138. Großen Mercedes Benz Preis von Baden die Nuss, die die deutschen Pferde erst einmal knacken müssen.
Zwar hat er seit sechs Starts nicht mehr gewonnen, der Auftakt der „Niederlagenserie“ war indes Rang drei im letztjährigen Prix de l’Arc de Triomphe, und der kürzliche Auftritt als Vierter in den Juddmonte International Stakes hinter Stars wie Rip Van Winkle, Twice Over und Byword war auch nicht von schlechten Eltern.
Bei der Siegerehrung mit Emerald Commander konnte das Iffezheimer Publikum vernehmen, dass just dieser Cavalryman das Godolphin-Pferd für den Arc de Triomphe sein werde und dass der Start in Iffezheim die letzte Vorbereitung sei.
Das bedeutet wohl zweierlei: Dieser Cavalryman ist ein sehr gutes Pferd, mit dem man noch große Ziele hat, andererseits auch, dass er bei seinem Grand Prix-Start nicht zwingend schon auf 100 Prozent sein muss. Gewinnen möchte man wohl dennoch gerne auch schon in Iffezheim, so wie es vor seinem späteren Arc-Sieg Marienbard tat. Das ist dann zugleich auch das Vorbild für Cavalryman, denn Marienbard war der letzte Godolphin Arc-Sieger bisher und auch Frankie Dettori wartet seitdem auf einen neuerlichen Treffer im Bois de Boulogne.
Zwar ist Marienbard auch der letzte Godolphin-Sieger des Großen Preises von Baden, aber der 2004 und 2005 siegreiche Warrsan lief in den Darley-Rennfarben, hinter denen sich ebenfalls niemand anderer als Scheich Mohammed verbirgt. Zwischen 2001 und 2005 gab es mit Morshdi, Marienbard, Mamool und zweimal Warrsan sogar eine Fünferserie für den größten Rennstallbesitzer der Welt. Da wundert es kaum, dass er dieses Iffezheimer Rennen sehr zu schätzen weiß.









