Neu in Iffezheim: Attraktive Gold- und Silberhandicaps

Ein halbes Dutzend Pferde, die Kopf an Kopf Richtung Ziel jagen, die Entscheidung fällt erst auf den letzten Metern: Solche Rennen begeistern nicht nur den ausgewiesenen Galoppfan, sondern alle Rennbahnbesucher. „Gerade die Handicaps sind Spannung und Dramatik pur und versprechen sehr hohe Wettgewinne“, sagt Andreas Tiedtke.

Der für den Rennsport zuständige Geschäftsführer von Baden Racing, das vom 28.August bis zum 5. September die Große Woche auf der Galopprennbahn Iffezheim bei Baden-Baden veranstaltet.
Handicaps oder Ausgleichsrennen spielen dabei im Rennprogramm eine tragende Rolle. Sie werden in vier Klassen I bis IV unterteilt. Die Pferde tragen nach gezeigter Vorleistung unterschiedliche Gewichte, die der „Handicapper“ bestimmt.

Sein Ziel ist es, Chancengleichheit herzustellen, und so haben zumindest theoretisch alle Starter eine echte Siegchance. Das macht die Handicaps auch zu den besten Wettrennen. „Deshalb haben wir uns überlegt, was für Anreize wir den Besitzern und Trainern bieten können, möglichst viele Pferde nach Iffezheim zu schicken,“ sagt Tiedtke. So gibt es in diesem Jahr erstmals Silber- und Gold-Handicaps. „Damit schaffen wir lukrative Möglichkeiten, ein Pferd zweimal in der Rennwoche laufen zu lassen“, erklärt der Geschäftsführer.

Denn die vier Gold-Handicaps, die am Schluss-Sonntag, dem Tag des Grossen Mercedes-Benz-Preises von Baden (5. September), gelaufen werden, tragen eine deutlich höhere Dotierung als übliche Ausgleichsrennen. So wird der Ausgleich I mit 25.000 Euro Preisgeld vergoldet, der Ausgleich II mit 22.500 Euro, der Ausgleich III mit 20.000 Euro und der Ausgleich IV noch mit 16.000 Euro.

„Das ist zum Teil das Doppelte, was es in einem „normalen“ Handicap zu verdienen gibt“, betont Tiedtke. „Baden-Baden hat neben dem Derby-Meeting in Hamburg ohnehin schon die höchsten Preisgelder in Deutschland in „normalen“ Ausgleichsrennen.“
Ein Sieg in Iffezheim ist ohnehin etwas Besonderes, das betonen immer alle Aktiven und Besitzer. Aber in den Gold- und Silberhandicaps lohnt sich auch eine Platzierung.

„Es werden Preisgelder bis auf den sechsten Rang ausgezahlt statt wie üblich nur bis zum vierten Platz“, erläutert Tiedtke. „Wer also mindestens Sechster wird, hat schon mehr als sein Nenngeld verdient.“ Wer allerdings am 5. September im Ausgleich III oder IV nach dem Gold greifen will, der muss sein Pferd zuvor an den ersten drei Renntagen (Samstag, Sonntag oder Dienstag) in einem der Silber-Handicaps laufen lassen.

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