Dawn Twister ist wieder da und Sensation im Ausgleich II

‚Er ist ein etwas schwerfälliges Pferd, das wohl noch etwas Zeit braucht, bis es ins Rollen kommt‘, hatte Trainer Jens Hirschberger vor zwei Monaten in Hoppegarten gesagt, als Georg Baron von Ullmanns Monsun-Sohn Dawn Twister (Foto) als Vierter nicht die Erwartungen erfüllt hatte.

Doch die kleine Pause tat dem Dreijährigen offenbar gut, denn in einem 2350 Meter-Rennen marschierte der von Stephen Hellyn gesteuerte Hengst im Einlauf mühelos innen durch und kam zu einem sehr überzeugenden Sieg über die Hofer-Pferde Sworn MAmmy und Cawakimi, während der Co-Favorit Danando als Vierter doch ziemlich enttäuschte.

Auf Steher-Distanzen könnte von Dawn Twister noch einiges zu erwarten sein. ‚Er hat die erwartete Steigerung gezeigt, hatte als Monsun-Sohn endlich den passenden Boden‘, berichtete General Manager Gebhard Apelt (Video ansehen).

Im Pony-Championat 2010 war ‚Derbysiegerin‘ Made in China (26:10) gegen Montini zuletzt völlig souverän. Den allseits erwarteten Erfolg schaffte Shining Glory (Alessandro Schikora/Waldemar Hickst, 22:10) in einem Stutenrennen über 1700 Meter. Mit Batya, die nicht immer freie Bahn hatte, und Damanda besaß die Königstiger-Tochter keine Probleme.

Einen weiteren Favoritensieg gab es in einem 1700 Meter-Ausgleich III durch den früh in Front gezogenen Picadilly Circus (Vincent Vion/Michael Trybuhl (30:10) gegen Sarkando und Flashing Star. Und der Franzose Vincent Vion legte mit Woodford Land aus dem holländischen Naouri-Stall (92:10) in der tieferen Klasse noch einmal nach.

‚Ein Ausgleich II-Sieg für Tamara Roggendorf‘, brachte Rennkommentator Manfred Chapman seiner Verwunderung Ausdruck. Doch nach einer glänzenden Einteilung auf der besten Spur ganz außen rauschte die junge Reiterin im Sattel der fünfjährigen Stute Sun Society im Ausgleich II über 2200 Meter der Konkurrenz davon. Die 146:10-Chance, größte Außenseiterin im Siebenerfeld (zweiter Tagessieg für Trainer Michael Trybuhl) machte sich von dem Holländer Dome Rocket und Höchstgewicht Nunzio frei (Video ansehen).

Der 21:10-Favorit Flash Dance wurde von Stephen Hellyn (‚Er ging sehr heftig‘) viel zu offensiv geritten. Diese Frontrenner-Taktik konnte kaum gutgehen, der Schlenderhaner endete nur auf dem letzten Platz.

‚Sun Society war etwas phlegmatisch geworden, daher haben wir sie mit Scheuklappen gearbeitet‘, erklärte Michael Trybuhl über die Siegerin Sun Society.

Keinerlei Opposition gab es gegen den Handicap-Debütanten Irish Silk (Andre Best, Mario Hofer, 42:10) im abschließenden 1700 Meter-Handicap.

Die Bahn präsentierte sich am Sparkassentag bestens besucht, doch gab es einige Regenschauer. Der Umsatz war wenig berauschend, belief sich auf rund 90.000 Euro.

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