Scalo ohne Chance im Blauen Band: Lag es am Boden?

Wer im Deutschen Derby, in dem seit langer Zeit am Sonntag erstmals wieder 20 Pferde liefen, ausgangs des Schlussbogens noch an letzter Stelle liegt, der hat bereits zu diesem Zeitpunkt keine Siegchancen mehr. So geschehen mit dem Ittlinger Scalo, der einfach keinen günstigen Rennverlauf vorfand und unter Eduardo Pedroza, der den Renntag noch so fulminant mit drei Siegen begonnen hatte, nur noch auf Platz neun vorlief.

Im Vorfeld wurde Scalo (Foto) als Mitfavorit gehandelt, doch dieser Einschätzung wurde der Lando-Sohn aus dem Stall von Andreas Wöhler kaum gerecht, als er während der gut zweieinhalb Minuten niemals richtig Bindung zum Geschehen fand.

Der zweifache Gruppesieger 2010 ist daher als einer der Verlierer des IDEE 141. Deutschen Derbys zu bezeichnen. „Vielleicht fühlte Scalo sich auf dem trockenen Boden nicht mehr ganz wohl“, mutmaßte Andreas Wöhler nur Minuten nach dem Rennen und man sah im schon eine leichte Enttäuschung über das Abschneiden seines Schützlings an.

Auch Besitzer Manfred Ostermann sprach davon, dass er sich gewünscht hätte, Scalo wäre im Mitteltreffen galoppiert und nicht ganz so lange in hinteren Sphären des Feldes auszumachen gewesen. Ein weiterer Kandidat, dem ursprünglich weit mehr zugetraut worden war, ist sicherlich der Favorit Monterosso, der zwar lange im Mitteltreffen galoppierte, sich aber überhaupt nicht zu steigern wusste, als es vorne so richtig zur Sache ging.

Jockey Kieren Fallon sagte knapp über seinen Ritt: „Monterosso benötigt größere Bahnen, er galoppierte hier nicht so stark wie gewohnt.“ Und auch Trainer Mark Johnston war stark enttäuscht vom Auftritt seines Schützlings im Deutschen Derby. „Ich bin enttäuscht, dass Monterosso nun nur Siebter zu Buzzword geworden ist und in Ascot noch klar vor ihm als Sieger einkam. Eine Erklärung habe ich im Moment nicht so recht.“

Auch Peter Schiergens Kandidaten schnitten im Derby nicht so gut ab, wie man es von dem Asterblüte-Trainer gewohnt ist. Vor allem Stall Blankeneses Seventh Sky war im Vorfeld eine starke Leistung zugetraut worden, doch nachdem der Ritt von Andrasch Starke sich bis zum Beginn der Zielgeraden auf Platz fünf vorgearbeitet hatte, kam nicht mehr viel von dem Derby-Trial-Sieger aus Hannover und er landete nur auf Platz 13. „Ich war am Ende reell geschlagen, konnte zwar kurz aufrücken, aber dann kam Seventh Sky nicht weiter“, sagte Andrasch Starke.

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