Ein vorgezogenes Geschenk zu seinem 53. Geburtstag am Samstag bereitete sich der Neusser Kevin Woodburn mit dem Sieg auf Cringid Mor im traditionellen Veteranenreiten. Diese Prüfung hat seit vielen Jahren seinen festen Platz im Hamburger Jahresprogramm und hat schon so manchen, auch internationalen Ex-Jockey im Einsatz erlebt.
Diesmal war man aber unter sich, was die Nationalität anging. Fünf Frauen gegen vier Männer – so die Konstellation, wobei die Favoritenstellung bei Carolin Lippert auf Ghaayer lag.
Die frühere Reiterin, inzwischen als Assistentin bei Trainerchampion Christian von der Recke in Weilerswist beschäftigt, hatte dieses Rennen im Vorjahr mit Earlsalsa gewonnen, einem Pferd, das Karriere gemacht hat und inzwischen als Sieger eines Listenrennens über Steherdistanz einen großen Ruf genießt.
Zur Wiederholung des Vorjahreserfolges sollte es nicht reichen, obwohl sich Ghaayer nach einem Rennen aus dem Vordertreffen alle Mühe gab und nichts unversucht ließ. Die größten Reserven lagen aber eindeutig bei Cringid Mor, die der Berlinerin Roselinde Sommer gehört und dort für ein „Märchen“ gesorgt haben dürfte. Platz drei ging an Le Berlin, einen Außenseiter, hinter dem Focus das vierte Geld kassierte.
40 Jahre alt ist der im niederländischen Boxmeer tätige Trainer Christian Johannes Maria Wolters, der wegen der Länge des Vornamens dann auch nur Twan genannt wird und in seiner Heimat mit seinem kleinen Aufgebot sehr gute Arbeit leistet. Arbeit, die inzwischen auch auf den deutschen Bahnen ihre Erfolge zeitigt, wozu heute der von Henk Grewe gerittene Racing Times seinen Beitrag leistete.
Wolters hatte gut daran getan, den im Eigenbesitz befindlichen Racing Times für diese Prüfung nachzunennen, denn nach einem Rennen von der Spitze aus kämpfte er sich gegen Yes I Will nach Hause.
Mit dem Sieg von Russian Princess, die lange im hinteren Teil des Feldes gelegen hatte, ging der Renntag zu Ende. Unter Rastislav Juracek gewann die im Besitz der Trainerin Kamila Harms befindliche Stute als 143:10-Außenseiterin sicher vor den außen angreifenden Fresh Lady und Stieglitz dank ihrer guten Reserven, was den zweiten Jahrestreffer bedeutete.










