Er galt länger als ein Kandidat für das Deutsche Derby, doch blieb Cabimas letztendlich dem Blauen Band fern und sollte heute den ersten Treffer landen. Aber auch der Hamburger Auftritt sollte wie der in Köln vor einem Monat mit Platz zwei enden. Als der Fährhofer in der Zielgeraden zum Angriff schritt, schien sich das erwartete Ende anzubahnen, zumal er den lange führenden Bel Next hinter sich gelassen hatte.
An dessen Stelle trat dann Lucas Cranach, der im vergangenen Jahr seinen einzigen Start absolviert und dabei wenig Eindruck hinterlassen hatte.
Beim ersten Auftritt 2010 galt der Hengst, der der Neusserin Erika Müller gehört, als klarer Außenseiter, was ihn allerdings nicht an der bislang größten Überraschung des Derby-Meetings hindern sollte, denn er siegte zur Quote von 458:10.
Der in Düsseldorf tätige Sascha Smrczek zeichnet als Trainer des Hengstes, der von Eugen Frank geritten wurde, riesigen Kampfgeist an den Tag legte und genau im Ziel einen Vorteil von einer Nase besaß. Eine gute Note verdiente sich auch der erstmals in Deutschland laufende Orsino, der als Dritter vor dem bereits erprobten Danando einkam.
Ein geradezu überragendes Meeting absolviert Sascha Smrczek. Nicht nur, dass er die Prüfung der Dreijährigen mit Lucaas Cranach auf sein Konto brachte.
Auch die „Wettchance des Tages“ sah mit Falko ein Pferd aus dessen Düsseldorfer Stall vorne. Noch vor fünf Tagen hatte sich dieser Falko in einer ähnlichen Aufgabe dem Trainingsgefährten Northern Tour nach Kampf geschlagen geben müssen.
Und mit noch knapperem Vorteil blieb Falko diesmal erfolgreich, denn Jermyn Street erwies sich als ein äußerst starker Gegner. Mit Keno und Rubacuori folgten zwei Pferde auf den Plätzen drei und vier, die man dort erwarten durfte, so dass die Quote der Viererwette mit 5397:10 relativ bescheiden ausfiel. Smrczek erzielte Treffer Nr. 5, während Siegreiter Dominique Boeuf seinen dritten Erfolg in Hamburg feierte.








