Ausgleich II: Erst ganz zum Schluss kommt Floribundus

Auch Hamburg ist eine Reise wert. Nachdem Besitzertrainer Markus Münch unlängst in München seinen ersten Doppeltreffer gelandet hatte, feierte er heute mit dem Gewinn des Ausgleich II seinen bislang größten Erfolg.

Dafür verantwortlich zeichnete der fünfjährige Floribundus, der erstmals über 2800 Meter aufgeboten wurde und als letzter Außenseiter (107:10) angetreten war. Von der vierten Position aus drehte der von Andrasch Starke gerittene Monsun-Sohn aus der Schlenderhaner Zucht so groß auf, dass er El Mondri und Marlow, die lange die Szene mitbestimmt hatten, noch leicht auf die Plätze zwei und drei verwies (Video ansehen).

North Star, der lange geführt hatte, ging leer aus, nachdem er von Led Zeppelin für das vierte Platzgeld überlaufen worden war.

Zum Auftakt des fünften Veranstaltungstages hatte die vierjährige Wonderful Rose ihr erstes Erfolgserlebnis. Die von Nina Bach in Hassloch trainierte Stute verfügte in der Endphase über die größten Reserven, nachdem sie von Filip Minarik von innen in die Bahnmitte genommen worden war und kräftig anzog (Video ansehen).

Unter den Blinden ist der Einäugige König, sagt der Volksmund. Auf die Prüfung übertragen, traf das für Wonderful Rose zu, denn sie verfügt lediglich über ein Auge. Als Zweite gab Foreia einen guten Einstand für ihren neuen Betreuer Dr. Andreas Bolte, während der lange führende Ramiro den dritten Platz erreichte.

Da konnte niemand mosern. Ganz gewiss nicht Dominik Moser, der Trainer des erstmals mit Scheuklappen aufgebotenen und in der Zielgeraden immer stärker gewordenen Ascot, der im Ausgleich IV ebenfalls sein erstes Rennen gewann.

Aber auch die Wetter hatten keinen Grund zur Klage, zahlte doch der von Stephen Hellyn gerittene Außenseiter 189:10 auf Sieg. Mit Metal Band und dem noch am vergangenen Dienstag erfolgreichen Out The Ordinary folgten zwei Formpferde auf den weiteren Plätzen.

Nachdem Ami Rouge über 2400 Meter seinen zweiten Saisontreffer gelandet hatte, war der in Kirkel beheimatete Besitzer Martin Bach der erste, der sich um seinen Schützling kümmerte. Der Rennsportenthusiast, seit Jahren auch als Starter auf den Südwestbahnen anerkannt, hat den Siebenjährigen noch einmal fein in Schwung gebracht, denn die laufende Saison gestaltet sich weitaus erfreulicher als die vergangene.

Wie bei seinem ersten Jahreserfolg vor gut zwei Monaten in Düsseldorf hieß der Siegreiter Henk Grewe, der mit einem starken Finish gegen den favorisierten Maji Moto gefiel.

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