Wann hat es das schon gegeben. Dass Eddie Pedroza, Jockeychampion der letzten Jahre, mit einem Gewicht von 54,5 kg in den Sattel steigt. Schauplatz dieses eher seltenen Ereignisses war der Große Preis der Jungheinrich Gabelstapler, eine Gruppe III-Prüfung, die seit Jahren Sprinter aus dem In-und Ausland auslockt. So auch diesmal, denn mit Alcohuaz und Cadeau for Maggi waren Gäste aus Schweden bzw. Frankreich am Start, doch galt die Favoritenstellung dem von Mario Hofer vorbereiteten Smooth Operator.
„Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mit einem derartigen Gewicht in den Sattel gestiegen bin, vielleicht im letzten oder sogar vorletzten Jahr“, erklärte Eddie Pedroza auf entsprechende Nachfrage, dem man aber auch ansah, dass Gewicht gemacht hatte.
Wenn sich derartige Anstrengungen dann auch noch lohnen, wie im Fall Pedroza, der mit Govinda auf der Außenbahn den Attacken des favorisierten Smooth Operator stand hielt, dann nimmt man auch schon einmal solches auf sich. Es war ein sehenswertes Finish der beiden deutschen Pferden, in dem dann mit Govinda ein Dreijähriger Ehre für den Jahrgang 2007 einlegte.
Noch bei der Generalprobe für die heutige Aufgabe hatte sich Govinda in einem Ausgleich II in Düsseldorf mit Platz zwei begnügen müssen. „Wir hatten immer eine sehr hohe Meinung von ihm (Video ansehen).
In Düsseldorf waren ihm die 1400 Meter zu weit geworden. Da wir über die kürzen Strecken aber in Deutschland nicht so viele Einsatzmöglichkeiten haben, fiel die Entscheidung für die heutige Prüfung“, erklärte Trainer Andreas Wöhler, dessen Schützling wie einige andere an diesem Tag auf der Außenseite des Geläufs gewann.
Smooth Operator lieferte als Zweiter eine sehr anständige Partie, während der Franzose Cadeau for Maggi als Dritter vor Nareion im Grunde keine Siegchance besaß und die einheimische Hoffnung Contat nie zwingend wirkte. Der Toto zahlte auf Govindas Sieg 119:10.










