Sie standen am Sonntag gemeinsam vor der Großbildleinwand im Innenraum der Hamburger Rennbahn und führten nach der Sheikh Hamdan bin Rashid Ak Maktoum-Trophy Freudentänze auf: Trainer Charlie McBride und die Besitzer von Maelor Racing hatten nach diesem mit 55.000 Euro dotierten Gruppe III-Rennen über 2200 Meter allen Grund zu jubeln.
Denn ihre Hoffnungsträgerin, die dreijährige Trade Fair-Lady Miss Starlight (Foto) ließ die deutschen Diana-Kandidatinnen regelrecht abblitzen. Unter Terry Hellier, einem Jockey für die großen Rennen, sorgte die Gaststute aus England für ein Waterloo bei unseren Assen (Video ansehen).
Zunächst hatte Pragelata mit Kaya Belle die Spitze übernommen, dahinter sah man Glady Romana an der Innenseite vor Ovambo Queen, der Mitfavoritin Elle Shadow innen und der Favoritin Waldjagd weiter außen. Miss Starlight wurde aus der Reserve geritten vor Nianga und Tuiga ging sie an drittletzter Position.
Doch vor der Geraden verbesserte die 137:10-Chance außen immer mehr ihre Position. Innen schlüpfte Elle Shadow durch und hatte kurz alle Möglichkeiten.
Doch rund 200 Meter vor der Linie hatte Miss Starlight vollen Schwung gefunden und schob sich noch ganz locker mit einer Länge an den deutschen Stuten vorbei.
‚Ich war ein Jahr bei Kieren-Douglas Page in Hoppegarten am Arkona-Stall als Futtermeister‘, erklärte Siegtrainer Charlie McBride. ‚Ich wollte immer nach Deutschland zurückkommen und ein Grupperennen gewinnen. Wir hatten dieses Rennen immer im Hinterkopf, sie läuft nie schlecht. Vielleicht steuern wir nun die Yorkshire Oaks an.‘ Die Reise soll alles andere als gut gewesen sein, doch im Führring präsentierte sich Miss Starlight, die zuletzt auf Listen-Level noch nicht überragend gelaufen war, staubtrocken. Ihr Eigner sind sieben Leute, stammen aus Wales.
Elle Shadow verkaufte sich als Zweite sehr gut. ‚Sie war beste Deutsche und geht nun in den Preis der Diana‘, erklärte Wittekindshofs Gestütsleiter Karl Jörg.
Ovambo Queen blieb als Dritte gut dabei, während Nianga noch Boden gutmachte. Waldjagd enttäuschte als Fünfte, zog nie entscheidend an. ‚Sie hatte im Schlussbogen kein gutes Rennen, bekam einen Dräng. Im Einlauf, als das Tempo anzog, kam sie nicht weiter‘, berichtete Andreas Wöhler.











