Als Zeichen der Dankbarkeit für die Verdienste des 2008 verstorbenen langjährigen Renn-Club-Präsidenten initiierte der Renn-Club bald schon das Franz-Günther von Gaertner-Gedächtnisrennen, die Hamburger Meile, die nun an diesem Samstag das erste ganz große Highlight der Derby-Woche 2010 sein wird. 55.000 Euro locken in dieser Gruppe III-Prüfung über 1600 Meter.
Vor zwölf Monaten erlebten die Besucher hier einen der spannendsten Endkämpfe eines deutschen Grupperennens der letzten Jahre. Die halbe Gerade herunter kämpften Marlene Hallers Earl of Fire (Dominique Boeuf) und der von Andreas Löwe für den Stall Philipp vorbereitete Sehrezad (Jiri Palik).
Während der Baltromei-Schützling an der Spitze immer wieder anzog, hing der Gast aus Köln an der Innenseite länger fest und wirkte von den Rails kurz etwas irritiert. Hauchdünn zog er den Kürzeren gegen Earl of Fire, dessen Trainer in Horn meistens mit ganz großem Erfolg agiert.
Beide treffen sich am Samstag wieder, mit identischen Jockeys gibt es eine Revanche. Während der Vorjahressieger 2010 bislang noch nicht weiter aufgefallen ist, schaffte Sehrezad drei versprechende Platzierungen. Zuletzt in Düsseldorf endete er allerdings noch hinter Mitbewerbern. Sicherlich wäre für ihn etwas weicher Boden vorteilhaft.
Aber die Riege der älteren Pferde könnte stärker kaum sein. Uwe Stoltefuß sattelt den Ex-Seriensieger Le Big (Andrasch Starke), der den Düsseldorfer Start noch benötigt haben sollte, allerdings nicht besonders günstig im Gewicht steht.
Aus Skandinavien reisen Quilboquet, der gerade Zweiter in einem Listenrennen war, und der aus der Zucht des Gestüts Burg Eberstein stammende Tertullus an, der in Hochform agiert, wie sein Sieg in einem Gruppe III-Rennen in Täby beweist.
Favorit werden könnte allerdings der Fährhofer Win for Sure (Eduardo Pedroza, Foto), der in die Farben seines 2006 hier erfolgreichen Stallgefährten Lateral treten möchte. Trainer Andreas Wöhler hielt stets große Stücke auf den Strawinsky-Sohn, der sogar schon Gruppe I-platziert war und nach einem Kölner Listensieg auch zuletzt als Dritter in einer Gruppe II-Prüfung in Mailand überzeugte.
Gespannt sein darf man auf den Brümmerhofer Abbashiva (Eugen Frank), der nach seinem Dubai-Abstecher zuletzt in einer ähnlichen Aufgabe in Düsseldorf den Ullmann-Vertreter Alianthus (nun mit Adrie de Vries) spät noch abfing und sich damit mehr als nur zurückmeldete. Dichtauf endete damals als Dritter der stark verbesserte Sanjii Danon, der erneut in alle Überlegungen gehört.
Besonders interessant im Elferfeld sind natürlich die beiden Dreijährigen aus dem Stall von Mario Hofer. Kite Hunter (Steffi Hofer) und Noble Alpha (Terry Hellier) verkauften sich im Mehl-Mülhens-Rennen ganz stark und können alle Rechnungen durchkreuzen.










