Kampf um Derby-Tickets war am Sonntag in München angesagt, wo mit dem Großen Canon-Preis – Limitierter Internationaler Ausgleich – Listenrennen ein 20.000 Euro-Event über 2000 Meter auf der Karte stand. Denn die beiden Dreijährigen Quilali (H.Turney) und Neatico (G.Masure) waren das Salz in der Suppe und sollten sich für das Blaue Band empfehlen.
Zumindest einem, dem Fährhofer Quilali gelang dies nicht, denn aus hinteren Regionen kam der Monsun-Sohn nur unwesentlich weg und endete nur auf dem fünften Rang, völlig ohne bessere Möglichkeit. Damit dürfte der Derby-Zug für ihn abgefahren sein.
Anders Neatico, der ohnehin schon qualifizierte Ittlinger, doch dazu später. Nachdem lange der Schimmel Maistro die Spitze hatte, attackierte im Einlauf bald schon die Wittekindshoferin Nina Celebre (Archivbild). Die Peintre Celebre-Tochter aus dem Stall von Peter Schiergen verschaffte sich unter Andreas Göritz bald schon einen Vorteil.
Und in sehr sicherer Manier wehrte die 108:10-Außenseiterin sämtliche Angriffe bravourös ab. Das war eine mehr als starke Vorstellung als Saisondebütantin der vierjährigen Stute.
Neatico musste lange an der Innenseite Platz suchen, packte gut an, doch die Trainingsgefährtin konnte er nicht mehr gefaährden, verkaufte sich als Zweiter dennoch gut genug.
Die wiedererstarkte Lady Alida raufte sich noch an dem tapferen Maistro für das dritte Geld vorbei, der Rest, inklusive Quilali, war bald abgemeldet. ‚Er war noch sehr unreif, wir warten ab, was wir nun machen‘, signalisierte Andreas Wöhler über den Fährhofer (Video ansehen).
‚Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass Neatico vor Nina Celebre ist. Die Siegerin geht nun in den Dallmayr-Preis, Bei Neatico entscheidet der Besitzer, ob wir das Derby oder auch den Dallmayr-Preis ansteuern‘, erklärte Peter Schiergen.
Sechs Rennen hatte der Dzubasz-Vertreter Auvano in der Saison 2009 gewonnen. Und auch im neuen Rennjahr war er bereits wieder erfolgreich. Da schien er als 15:10-Favorit in einem 1600 Meter-Altersgewichtsrennen vor einem weiteren Spaziergang zu stehen. Doch der von Karoly Kerekes gerittene Silvano-Sohn war diesmal eine Riesen-Enttäuschung, musste aus zweiter Position früh im Einlauf passen und landete nur auf Platz fünf.
Ganz anders die sechsjährige Stute Sophia Gardens (Katharina Irmer/Werner Glanz, 74:10), die mit gewaltigem Speed noch an der Dreijährigen Dynamite Cat und Prince Vince vorbeizog. In derlei Rennen scheint die Lady deutlich besser aufgehoben zu sein als im Handicap (Video ansehen).
Seine Serie von PLatzierungen beendete der vom Ex-Bundesliga-Profi Markus Münch trainierte Schimmel Dosimo (33:10) mit Champion Eduardo Pedroza beim Kampfsieg über Gigue in einem Meilen-Handicap. Es war der zweite Trainererfolg für den früheren Fußballer (Video ansehen).
Auch Kick Hunter (Silvia Pattinson/Jutta Mayer) landete im einem weiteren 1600 Meter-Ausgleich IV einen langersehnten Treffer. Fast zwei Jahre war er einem Erfolg hinterhergelaufen.
Den zweiten Tagessieg für Trainerin Jutta Mayer gab es durch Ichico (Kenneth Pattinson, 200:10) gegen den Trainingsgefährten Chinook in einem 2400 Meter-Handicap.
Das Team Pattinson/Mayer schlug in einem 2000 Meter-Ausgleich III noch einmal zu, als Amazing Dragon (54:10) den dritten Coup für die Betreuerin markierte. Hier enttäuschte die 14:10-Favoritin Night Fashion völlig und war bald aus dem Geschehen. Rund 135.000 Euro flossen in Riem durch die Kassen.
Hart kämpfen musste die 21:10-Chance Air Dream (Eduardo Pedrozas dritter Sieg/Jean-Pierre Carvalho) in einem 2000 Meter-Maidenrennen gegen Rossetti, doch stand der Pfosten goldrichtig.











