‚Kein Kindergeburtstag‘: Wiener Walzer steuert Ascot an

Am kommenden Mittwoch wagt sich Gestüt Schlenderhans von Jens Hirschberger trainierter Wiener Walzer (Foto) in die Prince of Wales´s Stakes (Gruppe I) am zweiten Meetingstag von Royal Ascot. Der Derby-Sieger von 2009 wird mit Stalljockey Adrie de Vries in die über 2000 Meter führende und mit umgerechnet 511.000 Euro dotierte Prüfung, die vierjährige und ältere Pferde anspricht, angehen.

„Wir wissen, dass uns dort kein Kindergeburtstag erwartert“, schmunzelt Jens Hirschberger am Montagmorgen und fügt an. „Im Ernst, wird reisen guten Mutes nach Royal Ascot. Wiener Walzers Verfassung könnte nicht besser sein, das Jahresdebut in Longchamp hat ihn weiter gebracht.“

Wer in die Prince of Wales’s Stakes geht, der trifft auf ganz starkes Kaliber. Die besten 2000-Meter-Pferde in Europa versammeln sich in dieser Gruppe-I-Prüfung, in der es aber auch das große Geld zu gewinnen gibt, mehr als umgerechnet eine halbe Million Euro werden ausgeschüttet.

Der deutsche Gast Wiener Walzer notierte zu Wochenbeginn im Feskursmarkt um die 200:10 auf Sieg, damit steht der Hirschberger-Schützling aus Bergheim im Status eines Außenseiters. In der Favoritenrolle werden – nachdem Rip Van Winkle die Queen Anne Stakes am Eröffnungstag bestreiten soll – zwei Pferde im Besitz von Khalid Abdullah gehandelt.

Zum einen ist es der von Andre Fabre in Chantilly trainierte Byword, der im Prix Ganay lediglich Goldikova mit einer halben Länge den Vortritt lassen musste. Wiener Walzer war in Longchamp zehn Längen zurück als Dritter über die Linie gekommen.

„Byword hatte aber auch bereits zwei Rennen in dieser Saison im Bauch, ich denke, wir könnten nun näher dran sein“, meint Jens Hirschberger. Um die durchschnittlich 45:10 wird Byword gehandelt. Eine ähnliche Quote ist das Angebot der englischen Buchmacher für den von Henry Cecil trainierten Twice Over, der im Vorjahr die Champion Stakes von Newmarket auf Gruppe-I-Parkett gewann.

Im Breeders‘ Cup Classic landete der Observatory-Sohn hinter Zenyatta und Gio Ponti auf Platz drei. Ohne Möglichkeiten blieb er bei seinem Abstecher nach Dubai. Diese Vorstellung sollte man aber ganz gewiss nicht als Maßstab heranziehen. Ein sehr interessantes Pferd ist der von Marcus Tregoning für Hamdan al Maktoum trainierte Mawatheeq, der sich im Verlauf der letzten Saison enorm steigerte und in den Champion Stakes hinter Twice Over die Linie passierte.

Um die 70:10 lautet der Festkurs für den Danzig-Sohn, der im Herbst letzten Jahres in Ascot die Cumberland Lodge Stakes gewann. Presvis wird bereits zu einer dreistelligen Odss angeboten. Zwölf Pferde blieben am Montag nach dem letzten Streichungstremin für die Prince of Wales’s Stakes noch im Rennen.

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