Prix Diane in Chantilly: Wird Sarafina die neue Zarkava

Traditionell wird eine Woche nach dem Prix du Jockey Club in Chantilly der Prix de Diane entschieden.Die Königin der Stuten wird gesucht und es spricht viel dafür, dass sie wieder den Aga Khan-Dress trägt. Die nach zwei Starts noch unbesiegte Sarafina gilt für die mit 800.000 Euro und über 2100 Meter führende Gruppe-I-Prüfung in klarer Favorititenrolle.

Unter den zehn Stuten, die am Donnerstag für den Prix de Diane im Rennen blieben, sind neben Sarafina mit Rosanara und Valasyra noch zwei weite Pferde des Aga Khan (Foto) im Rennen. Nach ihrem imponierenden Maidensieg Anfang Mai in Chantilly sattelte Alain de Royer-Dupre Sarafina gleich im Prix Saint-Alary und somit auf Gruppe-I-Ebene. Auch diesen ganz gewiss nicht unerheblichen Sprung bewältigte die Refuse to Bend-Tochter mühelos, war auf der Linie in leichter Manier gegen Deluxe voraus.

Dennoch hing ihr Erfolg am seidenen Faden, denn Mitte der Geraden hatte sich ihr Steuermann Gerald Mosse recht rabiat Platz verschafft, die Behinderung eines – später unplatzierten Pferdes – war Anlass einer längeren Überprüfung. Es stand womöglich Spitz auf Knopf, dass die Aga Khan-Stute den Sieg behalten durfte. Wäre sie disqialifiziert worden, dann wäre erneut ein unbeteiligtes Pferd von Khalid Abdullah am grünen Tisch zum Gruppe-I-Sieger aufgestiegen. Und das wenige Wochen nach den zwei Disqualifikationssiegen von Special Duty in den Guineas von England und Frankreich.

So geht Sarafina als noch unbesigetes Pferd in den Prix de Diane, in dem vor zwei Jahren Zarkava zur überlegenen Siegerin aufgestiegen war. So, wie Sarafina im „Saint-Alary“ den höheren Gang fand, scheint sie ebenfalls eine außergewöhnlich gute Stute zu sein. Wie gut, das wird man am Sonntag sehen.

Die von Andre Fabre trainierte Deluxe, die im Prix Saint-Alary Zweite wurde, aber ernsthaft keine Siegchance gegen Sarafina besaß, sucht die Revanche. Die Schwester vor allem von Banks Hill, Dansili und Champs Elysees wird von Andre Fabre trainiert und sollte als die große Konkurrentin für Sarafina angesehen werden. Wie die heiße Favoritin geht auch ihre Zucht- und Trainingsgefährtin Rosonara als Gruppe-I-Siegerin in den Prix de Diane.

Die Sinndar-Tochter siegte am Arc-Tag im Prix Marcel Boussac, doch so richtig vermochte Rosanara diesen Triumph nicht zu erhärten. Keine uninteressante Stute ist im Diane-Feld Zagora, im Besitz des US-Amerikaners Martin Schwartz, der im letzten Jahr als Mitbesitzer von Stacelita bei deren Diane-Sieg so richtig Grund zum Jubeln hatte. Zagora, die vowie Stacelita von Jean-Claude Rouget trainiert wird, siegte Anfang Mai im Prix Vanteaux auf Gruppe-III-Ebene in Longchamp und somit in einer Prüfung, die als Gradmesser für den Prix de Diane zählt.

Das gilt aber auch für den Prix Cleopatre, der Anfang Mai in Saint-Cloud entscheiden wird, und in dem es bereits über die Diane-Distanz von 2100 Metern geht. Mit Sandbar siegte eine Stute, die in dieser Gruppe-III-Prüfung ihren dritten Erfolg in Serie landete und somit für den „Diane“ am Sonntag bestens gerüstet scheint.So kam die von Francois Rohaut trainierte Lady Mitte der Woche auch über eine Nachnennung in den französischen Klassiker.

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