Beste Chancen, auf den Spuren von Vorjahressieger Wiener Walzer in der Union am Sonntag in Köln zu wandeln und möglicherweise als Programm-Nummer eins und vielleicht sogar als Favorit im Idee 141. Deutschen Derby anzutreten, besitzt Gestüt Ittlingens Scalo (Foto). Drei Starts, drei überzeugende Erfolge – das ist die beeindruckende Bilanz des von Andreas Wöhler trrainierten Hengstes, dem viele in Deutschland zutrauen, auf den Spuren seines Vaters Lando zu wandeln, der 1993 für die Zuchtstätte der Familie Ostermann das Blaue Band holte, was ihm ein Jahr später der Halbbruder Laroche gleichtat.
Das Team Andreas Wöhler/Eduardo Pedroza macht 2010 wahrlich kaum Fehler, scheint nahtlos auf der Welle des Erfolges aus dem Championatsjahr 2009 weiterschwimmen zu wollen. Im Wettmarkt von RaceBets.com gilt Scalo als 60:10-Favorit für Horn, und da dürfte er auch auf der 200 Meter kürzeren Distanz in Köln die Pole-Position im Wettmarkt einnehmen.
Bereits über 1900 Meter ging es bei seinem Maidensieg als Zweijähriger. Man fackelte dann nicht lange und schickte Scalo als Erstauftritt 2010 in den Frühjahrspreis des Bankhauses Metzler nach Frankfurt. Dort hatte er mit Keep Cool und Nightdance Paolo keinerlei Schwierigkeiten.
Das nächste Ziel war das onextwo.com – Bavarian Classic. Und als heißer Favorit triumphierte der Lando-Sohn gegen Wheredreamsare und Nightdance Paolo locker und in der Manier eine ganz großen Stehers, eben wie ein Derby-Pferd.
Trainer Andreas Wöhler schrieb auf seiner Internetseite: „Als es zur Sache ging, sah es erst so aus als würde Scalo hinter einer Wand von Gegnern festsitzen, ohne dass sich eine Passage auftut. Jockey Gaetan Masure nahm ihn dann aber rigoros nach außen, und einmal auf freier Bahn war den beiden der Sieg nicht mehr zu nehmen. Das war schon fast wie Auto fahren. Obwohl noch ein junger Hengst, ist Scalo ausgesprochen cool, sehr abgeklärt und auch ziemlich neugierig. Bei der Parade wurde jeder einzelne Zuschauer an den Rails ganz genau von ihm inspiziert, wie er auch sonst alles Mögliche in seiner näheren Umgebung sehr interessant findet.“
Und aktuell erklärt Andreas Wöhler gegenüber der Sport-Welt: „Scalo macht in der Arbeit wie auch im Rennen nur das nötigste. Er zeigt sich daheim von guter seite, erledigt alle Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit. Wir gehen schon von einem starken Laufen am Sonntag in Köln aus. Das Deutsche Derby steht für ihn danach an, wenn er sich gut verkauft.‘
Die längere Strecke nun dürfte Scalo noch weiter entgegenkommen. Keine Frage: Ohne den Ittlinger dürfte kaum etwas gehen in der Jubiläums-Union!










