Am Sonntag im Großen Preis der Hauptstadtregion in Hoppegarten präsentierte sich die vom Gestüt Etzean gezogene Sholokhov-Tochter Night Magic (Foto) wieder in Top-Form, nachdem das Saisondebüt in Rom noch schwach ausgefallen war. „Dort war sie rossig, doch habe ich das extra nicht vorher gesagt“, berichtete Figge bei strahlendem Sonnenschein vor großer Kulisse in Hoppegarten.
„Wir sind Profis, daher haben wir uns eine neue Taktik überlegt, nachdem es von vorne nicht mehr geklappt hatte.“ In der Tat, Karoly Kerekes ging mit der 43:10-Mitfavoritin die Partie an drittletzter Stelle an, während Terry Hellier mit Ordenstreuer sein Heil in der Flucht suchte und mit bis zu fünf, sechs Längen den Takt vorgab.
Vor Erreichen der Geraden schloss alles ganz dicht zusammen. In bester Haltung galoppierte Night Magic unverändert in hinteren Regionen und innen, was durchaus ein gewagtes Unterfangen war. Ordenstreuer war im Einlauf sofort geschluckt von Miss Europa, die bestens weiter zog. Aber auch White Lightning gab sich zunächst nicht geschlagen. Immer zwingender wurde Sordino an der Außenseite.
Zunächst schienen diese beiden Kandidaten die Partie unter sich auszumachen. Doch als Night Magic innen Platz gefunden hatte, schoss der Galopper des Jahres 2009 regelrecht hindurch.
Die Diana-Siegerin, die in Hoppegarten schon Dritte zu Miss Europa im Diana-Trial gewesen war, packte in der Manier eines Klassepferdes an und verabschiedete sich sogar noch leicht von der Konkurrenz.
Der fünfte Triumph beim zwölften Start war eine Augenweide und ließ die Gewinnsumme über 400.000 Euro anwachsen. Und das trotz Höchstgewichts im nach der Ambeldung von Appel Au Maitre auf acht Kandidaten geschrumpften Feld. „Ich habe schon dreimal mit Herrn Wernicke telefoniert. Wir gehen nun in den Dallmayr-Preis auf der Heimatbahn.“









