Das wäre um ein Haar ins Auge gegangen, doch im Ziel blieb für den 12:10-Favoriten Quilali gegen Umiro (Foto) ein Kopfvorteil. Nachdem sich der vom Start weg führende Fährhofer Quilali, auf dessen Jahresdebut man in Frankfurt sehr gespannt war, in der Geraden leicht von Sauber hatte freimachen können, sah es nach einem ganz lockeren Erfolg aus.
Doch in Quilalis Fahrwasser hatte Umiro mächtig Boden gut gemacht und drehte immer weiter auf. Da es innen eng wurde, zog Alex Pietsch den Hickst-Schützling nach außen, wo er noch einmal beschleunigte. Eduardo Pedroza hatte sein Pferd kurz vor der Linie bereits austrudeln lassen, als Umiro heranflog und noch bis auf einen Kopf herankam. Dritter wurde der unterwegs stets an zweiter Stelle galoppierende Sauber (Video ansehen).
Andreas Wöhler hatte sich bereits im Vorfeld geäußert, dass er mit einem Sieg rechnen würde, sogar mit einem überlegenen. Auch wenn der Abstand im Ziel optisch nicht groß war, so erkannte der Richter zur Recht auf einen ‚leichten Erfolg‘ von Quilali. Und zum Thema Derby angesprochen, meinte der Ravensberger Coach: ‚Das ist noch weit weg.‘ Sehr zufrieden mit der Vorstellung von Umiro zeigte sich Waldemar Hickst: ‚Das ist auch ein sehr talentierter Hengst.‘
So ist das, wenn man einen Lauf hat. Dann erhält man auch mal ein Rennen im Zimmer der Stewards. Auf der Linie war der von Waldemar Hickst für das Gestüt Höny-Hof trainierte Mister Cool Cat (76:10) nur zweites Pferd. Doch da es an der Außenseite so richtig Trouble gegeben hatte und der im Ziel erfolgreiche Außenseiter Browning Dream dem noch weiter außen angreifenden Assim gravierend vor die Beine gelaufen war, schritten die Frankfurter Stewards ein.
Schließlich setzten sie den Barsig-Schützling hinter den auf Rang drei eingekommenen Assim, wodurch Mister Cool Cat der lachende Dritte im Bunde war. Alexander Pietsch und der Kölner Erfolgscoach kamen somit zu einem weiteren Treffer im Derby-Jahrgang.
Bei seinen ersten beiden Starts konnte der Halbbruder von Miss Europa noch nicht überzeugen. In Frankfurt lief er nun nach einem Rennen aus dem Vordertreffen deutlich verbessert, hatte dann am Ende aber auch das Glück des Tüchtigen. Der favorisierte Wöhler-Hengst Night Rock setzte bis weit in den Einlauf den Takt und war am Ende als Vierter nicht weit gsechlagen.
Waldemar Hickst über Mister Cool Cat: ‚Der Hengst ist auf einem Auge blind. Wir haben es nun auf dem Linkskurs in Frankfurt versucht. Offenbar liegt ihm dies, das könnte der Schlüssel zum guten Laufen gewesen sein.
Die dritte Dreijährigen-Prüfung am Frankfurter Fronleichnams-Renntag wanderte ebenfalls in das Weidenpescher Quartier von Waldemar Hickst, als Gestüt Hof Vesterbergs Antoinette (99:10) in ganz großer Manier zum Zuge kam. Zumindest die Art und Weise, wie die Dashing Blade-Tochter unter Alex Pietsch die Konkurrenz ab Mitte der Geraden zu Statisten degradierte, musste nach der ersten diesjährigen Form doch etwas überraschen.
Zweite wurde in dieser Stutenprüfung die Fährhoferin La Herradura,die sich ebenfalls gesteigert präsentierte. Die vom Start weg führende Challenge Lips verteidigte Rang drei gegen die favorisierte Ebbesloherin Lijang, die sich im Einlauf lange nicht optimal entfalten konnte und unter Wert geschlagen blieb.










