Schreurs Krefeld-Plan: ‚Wir starten gleich in die Vollen‘

Wenn sich am 25. April im Krefelder Stadtwald erstmals die Boxen für die Saison 2010 öffnen, da steht bereits ein echter Knaller auf der Karte: Das Dr. Busch-Memorial – Preis der Krefelder Wirtschaft ist der erste so richtig bedeutende Gradmesser für den Derby-Jahrgang. Welche Qualität die Sieger dieser Traditionsprüfung besitzen, unterstrich noch vor einem Jahr Schlenderhans Irian (Foto), der nach seinem Krefelder Sieg anschließend im Kölner Mehl-Mülhens-Rennen nicht zu schlagen war.

„Wir starten gleich in die Vollen“, begrüßte Krefelds Rennclub-Präsident Jan Schreurs die Journalisten bei der Presse-Konferenz im Derby-Restaurant im Stadtwald. Zugleich steht die Saisonpremiere auch unter dem Patronat der Deutsch-Niederländischen Verbundenheit. Wenn alles nach Plan läuft, denn wird an den sechs Krefelder Renntagen in diesem Jahr drei Rennen mit Gruppe-Status anbieten. Neben dem Busch-Memorial wären dies von Baden-Baden übernommene ehemalige Betty Barclay-Rennen, das am 30. Mai zur Austragung kommt, und das Herzog von Ratibor-Rennen zum Saisonausklang am 7. Nobember.

Während der erste Renntag rund um das Dr. Busch-Memorial wirtschaftlich komplett abgesichert ist, müssen für das von Iffezheim übernommene Gruppe-Rennen noch Gespräche geführt werden. Jan Scherurs: „Wir können die Dotierung nicht alleine stemmen, da wird in den nächsten Tagen einen Entscheidung fallen. Betty Barclay wird auf keinen Fall als Sponsor auftreten.“ Wer das letzte Gruppe-Rennen des Jahres und somit das Herzog von Ratibor-Rennen sponsern wird, ist auch noch nicht klar. „Ich denke, da wird möglich schon in den nächsten Tagen eine Entscheidung fallen“, so der Rennclub-Präsident.

Dass man in diesem Jahr nur sechs Renntage auf der Agenda stehen hat, begründet Jan Schreurs wie folgt: „Wir wollen eine rechnerische Absicherung aller Renntage, die derzeitige wirtschaftliche Lage lässt kaum Spielraum für Spekulationen zu. Zum anderen ist ein Renntag ohne Gruppe-Rennen im Programm nicht auf einen Sonntag zu bekommen. Auch hier in Krefeld ist eine Samstag-Veranstaltung mit einem einen großen finanziellen Risiko verbunden.

Zum anderen haben wir in diesem Sommer die Fußball-WM, und die zwingt schon zu weiteren Überlegungen, ob man einen Renntag in diesem Zeitraum einbaut oder nicht. Aber ich möchte ausdrücklich erwähnen, dass wir weitere Renntage einbauen, falls wir Sponsoren gewinnen können. Wir arbeiten weiter daran. Doch unser Prinzip, behutsam die sportliche Attraktivität zu steigern, ohne das wirtschaftliche Augenmaß zu verlieren, bleibt vordergründig.“

Die Bilanz 2009 endete mit einer, so Schreures „rosaroten Null, mit der wir in der heutigen Zeit leben können.“ Erfreulich waren die durchschnittlichen Zuwächse gegenüber der Saison 2008 in nahezu allen Bereichen. Und was unverändert hervorzuheben ist: Der Krefelder Rennclub 1997 e.V. ist weiter liquide. Viel Hoffnung setzt Jan Scherurs auf German Racing: „Unser Produkt Rennsport hat nun einen Namen, der in ganz Deutschland zu einem Begriff werden wird. Ich bin sicher, das die Synergie-Effekte schon in Kürze greifen werden.“

Nächste Renntage

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Do., 23.07.Bad Harzburg
Sa., 25.07.Bad Harzburg, Erbach
So., 26.07.München, Bad Harzburg
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Do., 16.07.Compiegne
Fr., 17.07.Lion d’Angers, Dax