Den Höhepunkt am ersten Tag des Cheltenham Festivals, das Champion Hurdle, schnappte sich Championjockey Tony McCoy auf Binocular (Foto) in wirklich meisterlicher Manier. Der Sechsjährige aus dem Training von Nicky Henderson und aus dem Besitz von John P. McManus galt noch vor einigen Wochen als zweifelhafter Starter (Muskelprobleme), war am Dienstag aber nicht zu stoppen.
Über die gesamte Wegstrecke von 3300 Metern marschierte der Enrique Bleu-Sohn in bester Haltung, übernahm erst am letzten Sprung die Führung und hatte noch reichlich Power im Tank, um nach seinem dritten Platz im letzten Jahr nun den Volltreffer (100:10 gab es auf Sieg) in komfortabler Manier sicher zu stellen.
‚Vor einer Woche ritt ich Binocular im Training und hatte das erste Mal das Gefühl, dass er ein möglicher Siegkandidat ist. Ich weiß nicht warum, aber gerade in den letzten Tagen hat er unglaubliche Fortschritte gemacht und das hat er heute allen gezeigt‘, sagte Tony McCoy.
Khyber Kim (P. J. Brennan) setzte zwar stark nach, aber vorne gab Binocular immer die richtige Antwort. Dritter wurde der zweite Henderson-Schützling Zaynar (A. Tinkler). Der gute Boden könnte Binocular entgegen gekommen sein.
Im Auftaktrennen des Cheltenham-Festivals gab es eine überraschende Niederlage des großen Favoriten Dunguib (B. O’Connell, Totokurs 18:10). Der in Irland von Phillip Fenton trainierte bis dato noch über Hürden ungeschlagene Mull Of Kintyre-Sohn galoppierte durch äußere Spuren, wurde um die letzte Ecke herum noch dazu ganz außen gebracht.
Zu diesem Zeitpunkt hatten sich der ebenfalls noch unbezwungene Get Me Out Of Here (A. P. McCoy) und vor allem Menorah (R. Johnson) einen schönen Vorteil herausgearbeitet und zehrten auf dem letzten Teilstück davon.
Auch wenn Menorah in Front auf den letzten Metern etwas nachgab, keiner der Konkurrenten passierte ihn, Get Me Out Of Here lief nur bis auf einen Kopf heran. Somit stellte sein Trainer Phillip Hobbs nach drei Jahren wieder einen Cheltenham-Sieger.
Den Prix Flying Dutchman in Saint-Cloud gewann am Dienstag der von Hans Walter Hiller trainierte Shaw unter Christophe Soumillon zur Quote von 25:10 gegen fünf Konkurrenten.
11.000 Euro war dieser Punkt von Shaw wert, 2000 Meter in einem Course D-Altersgewichtsrennen legte Shaw beim Saisondebüt in 2 Minuten und 11 Sekunden zurück und blieb damit am Zielpfosten einen kurzen Kopf vor Menestrol (F. Blondel)











