Das Champion Hurdle am Dienstag ist wie immer eines der Top-Events in Cheltenham: 2010 ist es eine außerordentlich ausgeglichen besetzte Prüfung, jedenfalls deutet der Wettmarkt darauf hin. Einige chancenreiche Kandidaten (Binocular, Solwhit) hatten in der Vorbereitung auf dieses Top-Event Probleme, mussten Rückschläge bei der Aufbauarbeit hinnehmen. So ist es durchaus möglich, dass Vorjahressieger Punjabi wieder eine tragende Rolle spielen wird, obwohl er noch im Winter nur an etwa siebter, achter Stelle bei den Ante Post-Wettmärkten gehandelt wurde.
Seit 1927 wird das Champion Hurdle gelaufen, und in der langen Geschichte des Rennens schafften bereits fünf Pferde drei Champion-Hurdle-Triumphe (Hatton’s Grace, Sir Ken, Persian War, See You Then und der unvergessene Istabraq).
Acht weitere Spitzenhürdler errungen zwei Siege in diesem Super-Rennen. Daher ist durchaus denkbar, dass Trainer Nicky Henderson mit Punjabi einen sehr chancenreichen Starter sattelt. Die Formen im Winter reichen allerdings nicht aus, um den Titel zu verteidigen. Doch Coach Henderson wurde nicht müde zu betonen, dass Punjabi nach seiner Sommerpause immer ein paar Starts benötigt, um wieder voll bei der Sache zu sein. Frühling sei die beste Zeit von Punjabi und die letzten Leistungen können sich schon sehen lassen.
Kurse um 100:10 sind auf ihn noch zu haben. Nachdem Solwhit nicht mehr sicherer Starter ist, wurde Noel Maedes Go Native als 45:10-Favorit für das Rennen installiert. Der Ire gewann beide Trials für Cheltenham in toller Manier und fand zu beiden Gelegenheiten nicht einmal seine geliebten großen Starterfelder und schnell gelaufene Rennen auf gutem Boden vor. Vielmehr setzte er sich in beiden Fällen nur gegen sechs Gegner durch, die versuchten, gegen Go Native das Tempo zu verschleppen. Dennoch kam er gerade beim finalen Test zu einem tollen Erfolg.
Trainer Noel Maede könnte zwar in besserer Form sein, aber Go Native sollte davon unberührt sein, denn er hat seine tolle Verfassung zwei Mal unter Beweis gestellt. Zudem von Vorteil, dass er in Cheltenham bereits gewann. Bahn und Distanz also liebt, wenngleich Go Native nicht der leichteste Ritt ist, im rechten Moment die Lücken benötigt.
Zaynar (Triumph Hurdle-Sieger 2009) verlor zuletzt seine weiße Weste über Hürden als 10:10-Chance in einem leicht anmutenden Hürdenrennen. Sein Coach Nicky Henderson sagte bereits zu Beginn der National Hunt Saison, dass Zaynar kein klassicher Zwei-Meiler ist, sondern in Zukunft auf Zweieinhalbmeilen eher in seinem Element sein wird. Alle Starts in dieser Saison belegen diese Aussage. Daher wird es sicher keine leichte Übung, die besten 3200-Meter-Hürdler aus England und Irland hinter sich zu lassen, wenngleich Celestial Halo wahrscheinlich für viel Tempo sorgen wird. Zumindest das kommt Zaynar entgegen.











