Litex greift an: Das sind die Hoffnungen beim Neustart

Seit einigen Jahren ist der Bulgare Grisha Gantchev im Galopprennsport aktiv, lässt seine Pferde unter dem Stallnamen Litex an den Start gehen. Seine Pferde ließ der in der Ölbranche Tätige in Deutschland bisher vorwiegend von Peter Schiergen trainieren, um im letzten Jahr das Experiment zu starten, die Vorbereitung der Pferde auf seinem eigenen Gelände vorzunehmen.

In Delbrück, zwischen Gütersloh und Paderborn gelegen, bietet die äußerst gepflegte Anlage Platz für 27 Pferde, eine 1150 m Trainingsbahn steht ebenso zur Verfügung wie eine Reithalle, eine Führmaschine und großzügige Koppeln.

Für schnelle Arbeiten wird die Dortmunder Rennbahn in Anspruch genommen. In der neuen Saison ist erstmals Miltcho Mintchev für das Training der Pferde verantwortlich, ein noch unbeschriebenes Blatt im Trainerlager, der seine erste Saison als Galopptrainer in Angriff nimmt, allerdings seit der „Stunde Null“ das Engagements von Grisha Gantchev im Galopprennsport begleitet.

„Ich bin eigentlich Springreiter, war für Bulgarien auch international am Start und hatte einen Springstall in der Nähe von Berlin. Aus dieser Zeit stammt auch der Kontakt zu Herrn Gantchev, der sich intensivierte, als er ein Reitpferd für sich selbst suchte. Im Jahr 2004 kam Grisha Gantchev dann die Idee, sich im Galopprennsport zu engagieren. Wir sind spontan zur Herbstauktion nach Baden Baden gefahren, haben dort sechs Pferde gekauft, das war der Beginn des Stalles Litex“, erklärt Miltcho Mintchev seinen und Gantchevs Erstkontakt zum Galopprennsport.

Seit fast drei Jahren wurde der Hof in Delbrück unter der Regie von Mintchev für Rekonvaleszenten und zur Erholung der Litex Pferde genutzt, was so gut klappte, dass die Idee reifte, die Pferde auch von diesem Standort aus vorzubereiten. „Natürlich bin ich ein Quereinsteiger in den Galopprennsport, aber um mit Pferden erfolgreich zu arbeiten, braucht man das gewisse Gespür für die Tiere und darf die Achtung vor den Pferden nicht verlieren.

Der Rest ergibt sich mit der Zeit und aus der Erfahrung, urteilt der gebürtige Bulgare optimistisch und ergänzt: „Sollte sich ein Pferd für eine bessere Route empfehlen, ist es nicht unwahrscheinlich, dass es dann wieder zu Peter Schiergen in das Training geht.“

Dass sich unter den von Miltcho Mintchev betreuten Vierbeiner ein besseres Pferd befinden könnte, ist nicht unwahrscheinlich, ist doch die Abstammung seiner Schützlinge erlesen und auch die Zusammensetzung des Lots stimmt. Neben einigen hoffnungsvollen, wenig geprüften Vierjährigen besteht seine Trainingliste zum größten Teil aus Youngstern und Vertretern des Derbyjahrgangs.

Flagschiff des Stalles ist natürlich Persefona (Foto). Die Montjeu-Tochter hat sich mit ihrem Sieg im Großen Preis der AWD Holding AG (LR) in Hannover ein GAG von 90 kg verdient, ließ bei ihrem Erfolg Könnerinnen wie Bolivia und Serienhoehe hinter sich. (Video ansehen) „Persefona ist einfach ein phantastisches Pferd, die vor dem Start in Hannover eine Pause eingelegt hatte und mit wenig Arbeit gleich wieder so gut gelaufen ist“ äußert sich ihr Trainer.

Die Route von Persefona steht noch nicht fest, sie soll sich in der Arbeit empfehlen, zumal erst seit Ende Februar die Trainingsbahn wieder nutzbar ist, zuvor konnten die Pferde nur in der Halle gearbeitet werden. Die Stallparade lesen Sie in der Sport-Welt!

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