Die lange Hängepartie ist vorbei, die Turffreunde können aufatmen: Mit großer Mehrheit stimmte am Donnerstag die Gläubigerversammlung dem Insolvenzplan des Internationalen Clubs zu. Der wichtigste Veranstalter von Galopprennen in Deutschland ist damit schuldenfrei. Eine Zwangsversteigerung konnte verhindert werden.
Die nichtbesicherten Gläubiger erhalten eine Quote von 2 bis 2,5 Prozent aus ihren Forderungen. Kleingläubiger sollen insgesamt rund 300.000 Euro bekommen. Der Internationale Club bleibt erhalten, wird aber in Zukunft mehr den Charakter eines Fördervereins haben.
Dem Vernehmen nach könnte der neue Verein, der die Lizenz zum Veranstalten von Galopprennen erhalten soll, ‚Baden Racing‘ heißen.
Damit steht dem Abschluss der Verträge mit dem Unternehmen Infront von Dr. Andreas Jacobs (Foto) und seinen Mitgesellschaftern als neuen Betreibern kaum mehr etwas im Wege. Jacobs bestätigte, dass seiner Ansicht nach die Kontrakte spätestens in der übernächsten Woche unterschrieben werden sollten.
Gute Nachricht: Das Frühjahrs-Meeting soll stattfinden, allerdings in abgespeckter Version, man rechnet mit maximal drei Veranstaltungstagen. Dagegen könnte es ein bis zwei Jahre dauern, bis die Eigentumsfrage abschließend geklärt ist.
Noch einmal Dr. Andreas Jacobs: „Gestern war ein erfreulicher Tag für den Galopprennsport in Deutschland, insbesondere in Baden-Baden. Mit der Genehmigung des Insolvenzplans für den Internationalen Club durch dessen Gläubiger wurde die Tür für einen Neuanfang geebnet. Natürlich war es kräftezehrend, dass wir fast ein Jahr gebraucht haben, um die tragische Historie des Clubs ab zu arbeiten.
Aber die Tatsache, dass wir so lange konsequent für einen Neuanfang verhandelt haben, zeigt unsere Entschlossenheit, die Rennen in Baden-Baden zu retten. In den nächsten Wochen geht es darum, mit allen Beteiligten die Zukunft zu planen und entsprechende Verträge zu schließen.
Hier hoffen wir auf Unterstützung aller Beteiligten, der Gemeinde Iffezheim, der Sparkasse Baden Baden, die ehemaligen Mitarbeiter des Internationalen Clubs und das Direktorium in Köln. Sobald die Rahmenbedingungen für die Zukunft festliegen, werden wir in 24 Stunden den operativen Betrieb aufnehmen. Ich persönlich hoffe, dass wir spätestens in vier Wochen nur noch über die Zukunft, nicht mehr über die Vergangenheit sprechen müssen.“









