De Vries und Clijmans: Jockeys aus Deutschland sind top

Der dreiundzwanzigste Renntag der insgesamt achtunddreißig Veranstaltungen umfassenden Katar-Saison 2009/2010 erwies sich aus Sicht von zwei in Deutschland tätigen Jockeys als sehr erfolgreich. So gewann Adrie de Vries (Foto) zwei Rennen und erhöhte damit ein Konto auf sechsundzwanzig Erfolge in der laufenden Saison.

„Inzwischen läuft es immer besser, allerdings siegen wir überwiegend in Rennen mit arabischen Vollblütern. Bei den Vollblütern tut sich unser Stall immer noch etwas schwer, doch ist die Situation im Vergleich zum vergangenen Jahr schon besser geworden. Bei den arabischen Vollblütern steht uns natürlich die Streitmacht von Alban de Mieulle entgegen, die vor allem in den ganz großen Rennen groß abräumt, aber auch nicht jedes Rennen gewinnt.

Als Beispiel dafür darf die kürzliche Niederlage von Al Dahma gelten, die wie im Vorjahr in Front liegend nachließ und von meinem Pferd Mared Al Sahra in der mit einer Million Katar Rand dotierten H H The Heir Appararent Trophy geschlagen wurde“, erklärte der Niederländer, der aller Voraussicht nach noch den gesamten März in Katar reiten wird. „Von Jens Hirschberger habe ich noch nichts gehört, so dass ich noch einige Wochen hier in den Sattel steigen werde.

Sobald es Nachricht aus Bergheim gibt, trete ich die Rückreise nach Deutschland an.“ Jene Niederlage von Al Dahma zog für den französischen Jockey David Bouland im Übrigen eine bittere Konsequenz nach sich, denn er darf künftig die Stute, mit der er dreiundzwanzig Rennen gewonnen hat, nicht mehr reiten.
Grund zur Freude hatte an diesem Tag aber auch der aus Belgien stammende und zuletzt für den Mülheimer Trainer Werner Baltromei tätige Koen Clijmans, der seinen ersten Sieger in Katar ritt.

Clijmans, der derzeit in Kuwait beschäftigt ist, benötigte für seinen ersten Katar-Sieg damit nur wenige Ritte, während Marvin Suerland, wie de Vries seit Monaten dort ansässig, weiter auf einen weiteren Erfolg warten muss. „Der Junge hat einfach kein Glück, reitet seit gut und macht keine Fehler.

Und wenn er dann einmal ein chancenreiches Pferd zur Hand hat, ist dann ein anderes noch besser. Marvin hat einfach die Seuche“, erklärt Adrie de Vries, der für die Doppelveranstaltung („am besten Donnerstag und Freitag stehen internationale Rennen auf dem Programm, in denen es gutes Geld zu verdienen gibt“) sehr gut beschäftigt ist.

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