Eine äußerst imposante Vorstellung bekamen die Besucher in Neuss bereits in der zweiten Tagesprüfung zu sehen, als der Frankreich-Import Warolino (Foto), der vor Ort von Marion Weber trainiert wird, beim dritten Deutschland-Start seinen ersten Sieg einfahren konnte.
Der War Chant-Sohn hatte bereits zweimal zuvor auf sich aufmerksam gemacht, als er einmal Zweiter und einmal Dritter auf der Sandbahn wurde.
Der erste Sieg war ohne Zweifel die beste Leistung des Vierjährigen, der auch in Zukunft zu beachten sein wird, sich nun in der neuen Heimat so richtig wohl fühlt. ‚Wir hatten schon vor dem Rennen richtig Mumm und wussten, dass nur ein sehr gutes Pferd heute vor Warolino landen würde‘, sagte Marion Weber.
Einige Gegner brachten auch exzellente Papiere mit. Denn Manfred Hofer sattelte mit Sir Moretti (H. Grewe) immerhin einen toll gezogenen Debütanten. Doch nach verhaltenem Start war für den 21:10-Favoriten nur noch die Jagd nach dem zweiten Platz erfolgreich. Mehr war gegen den lockeren Vier-Längen-Sieger Warolino, auf dem Andre Best zeitig die Spitze in dem 1500-Meter-Event nahm, einfach nicht drin.
Das Trio von Mario Hofer blieb ganz klar hinter den Erwartungen zurück. Die England-Importe Sabi Star (Frau St. Hofer) und Count Lucien (A. Helfenbein) lagen länger gut im Rennen und ließen erst spät nach. Primera Vista (W. Cahill) könnte seinen ersten Lauf nach über fünf Monaten Pause noch benötigt haben. Den dritten Platz eroberte kurz vor dem Ziel die Gernreich-Stute Depeche, (Fr. H. Mouchova), die nun bald an der Reihe sein könnte.
Zu Beginn des Renntags hatte Quambona (E.Schepens) trotz Höchstgewichts von 69 (!) Kilo im Ausgleich IV von der Spitze aus den Sieg klargemacht. Auf der 1100-Meter-Strecke war Quambona, die in Belgien von Willi Beetens trainiert wird, nicht zu schlagen.
Mit The Jay Factor (A. Pietsch) und vor allem dem Veteran Sound Domino (H. Grewe) auf den Plätzen gab es in der Dreierwette noch 7087:10. Verantwortlich für diese Quote war bestimmt auch der vierte Platz des Favoriten Absolom (N. Richter), der zwar zum rechten Zeitpunkt in Angriffsposition war, am Ende aber nicht entscheidend weiterkam und mit einem Rang außerhalb der Wette vorlieb nehmen musste.
Captain Camelot (H. Grewe) legte schon seinen zweiten Sieg in diesem Winter auf die Sandpiste. Der Bolte-Galopper, nun im Familienbesitz stehend, rechtfertigte seine große Favoritenstellung (13:10) in einem Altersgewichtsrennen über 2300 Meter.
Der Eden Rock-Sohn fertigte Sweet Fighter (N. Richter) und Boulders (Fr. M. Murke) in toller Manier ab und könnte laut Aussage seines Trainers Dr. Andreas Bolte ‚in solch einem Rennen durchaus nochmal laufen‘. Anderenfalls bekommt er eine kleine Pause.











