Vor wenigen Tagen war sie in Neuss als beste Auszubildende geehrt worden, hatte in der Statistik der Jockeys 2009 sogar den fünften Platz belegt. Und auch die Saison 2010 begann Steffi Hofer vielversprechend. Denn in der einleitenden Prüfung des Rennjahres, einem 1800 Meter-Rennen für Dreijährige am Sonntag in Dortmund, kam die Tochter des Krefelder Trainers Mario Hofer gleich zu einem Erfolg.
Auf Starcos, einem Night Shift-Sohn des Stalles Jenny bestimmte sie Start-Ziel den Richterspruch. Zur Quote von 38:10 wehrte der Starcos alle Angriffe der Recke-Vertreterin Cresta Gold sehr sicher ab, während Lips Devil wie schon zuletzt im Einlauf krass wegbrach und damit bessere Chancen als Rang drei einbüßte.
‚Ich habe das letzte Rennen 2009 und das erste in 2010 gewonnen‘, freute sich Steffi Hofer. ‚Er hatte gut gearbeitet, wir sind nicht überrascht.‘ Vor einem Jahr hatte der Hofer-Stall die erste Prüfung mit Mowoudd ebenfalls gewonnen.
‚Der Sonntagsspaziergang geht gleich zu Ende‘, waren die Worte von Rennkommentator Pan Krischbin im Finish eines über 2500 Meter führenden 2000 Euro-Rennens. Denn der Karlshofer Samum-Sohn Karibiksturm (Andreas Helfenbein/Peter Schiergen, Foto) enteilte als 12:10-Favorit der von Bo Jangles vor Little Doc angeführten Konkurrenz auf 19 Längen!
Natürlich liegt die Zukunft des Siegers auf der Hindernisbahn. ‚Ich hatte nur einen Elfmeter zu verwandeln‘, signalisierte Andreas Helfenbein, der weiter in Top-Form agiert.
Auf gerade einmal vier Pferde zusammengeschmolzen war das Feld im Ausgleich III (4500 Euro, 1950 m), denn drei Kandidaten waren abgemeldet worden. Getreu dem Motto, kleine Felder, große Gelder behauptete sich nach früher Attacke der größte Außenseiter Rolling Arrogance (Alexander Pietsch/Wolfgang Sonntag, 54:10) souverän mit neun Längen vor dem Favoriten Fiftys Brother und Little Millenium sowie Bernard. Und das, obwohl der Hengst erst noch an Silvester (dort wurde er Zweiter) gelaufen war!
Einen Heimsieg gab es in einem 1950 Meter-F-Rennen durch die völlig überlegene Frau Luna (27:10), den Clarissa Christina Werning für ihren Vater Reiner steuerte, weit hinter ihr endeten Zannabar Red und Alkäus auf den Plätzen.
In der Wettchance des Tages erlebte das Publikum einen völlig formgemäßen Einlauf, als Peter Hirschbergers True Spirit (zweiter Tagessieg für Andreas Helfenbein, 41:10) vor Coldplay, Atlantic Fantasy und Dwemira leicht die Oberhand behielt. Die Viererwette bezahlte 2239:10 Euro, was schon extrem wenig ist.
Mit dem Start-Ziel auf und davongehenden Au Backe (Caroline Fuchs, 80:10) durfte sich der Leipziger Coach Peter Hirschberger im 1200 Meter-Ausgleich IV zum Abschluss über ein Doppel freuen. Der Umsatz belief sich auf rund 120.000 Euro, mehr war bei den Mini-Feldern und den vielen Nichtstartern kaum möglich.










