Am Sonntag um 13 Uhr wurde der Rennbahnpark am Neusser Hessentor offiziell eröffnet. Dieser Tag wird in die Geschichtsbücher nicht nur des deutschen Rennsports eingehen, sondern bedeutet für die Stadt Neuss den Startschuss zu einer neuen Ära auf dem Areal. Der Neusser Oberbürgermeister Herbert Napp (CDU) durchschnitt das goldene Band, ihm wurde dabei von zahlreichen als Römer verkleideten Adjutanten beigestanden.
Da ließ es sich der Oberbürgermeister auch nicht nehmen, als Ehrengast am Kampfwagenrennen der römischen Legionäre teilzunehmen und mehrere Runden auf dem Streitwagen um den Neusser Kurs zu drehen. „Wir brauchen diese Rennbahn, wollen das Areal an rennfreien Tagen auch weiter zu Freizeitzwecken nutzen“, sagte Napp.
Das zur Wiederaufnahme der Rennen (etwa eineinhalb Jahre dauerten die Arbeiten zur Neuerrichtung einer Tribüne) in Neuss zahlreich erschienene Publikum fand schon eine deutliche Veränderung der Gebäude vor. Die alte Tribüne ist durch einen neuen Gebäudekomplex vollkommen ersetzt worden. Den Titel Tribüne verdient die neu errichtete Mehrzweckhalle jedoch kaum. Keine Sitzplätze und insgesamt wenig Platz fanden die Rennsportfreunde auf dem Dach der Halle vor. Und auch die steile Treppe hinauf (alternativ kann ein Fahrstuhl benutzt werden) zur „Aussichtsplattform“ ist nicht nach jedermanns Geschmack.
Insgesamt drang jedoch die Freude der Aktiven durch, die nach langer Auszeit gerne wieder nach Neuss kamen und sich über den Neubeginn alles in allem sehr erfreut zeigten. „Endlich gibt es wieder Rennen vor Ort. Ohne Neuss wäre der Winter nur halb so gut“, sagte beispielsweise Eduardo Pedroza.










