Caudillo: Nach knapper Rom-Niederlage nun Winterpause

Am vergangenen Sonntag bestritt der frische Sieger des St. Legers im Stiefelland, Caudillo, den Premio Roma Vecchio, ein mit 61.600 Euro dotiertes Listenrennen über 2800 Meter. Der Deutsche genoß das volle Vertrauen des Publikums in der italienischen Hauptstadt. Zum Kurs von 17:10 nahm der Hoffnungsträger den Marathon in Angriff. Und er verkaufte sich unter Henk Grewe abermals ausgezeichnet.

Doch es fehlte ihm das letzte Quäntchen Glück. Von sechster Position aus packte Caudillo in einer äußeren Spur Mitte der Geraden mächtig an, doch wurde er etwas spät ins Treffen geführt. Immer dichter kam er an den Co-Favoriten Montalegre, den Umberto Rispoli für den Botti-Stall steuerte, heran, doch für den Italiener stand der Pfosten goldrichtig.

Mit einer Nase wehrte Montalegre Caudillo, der noch 12.320 Euro verdiente, hauchdünn ab, einen Galoppsprung weiter hätte der Sieger nur Caudillo geheißen, während Quality Son als Dritter schon deutlicher zurück folgte. Eine tolle Leistung des Bolte-Schützlings, doch wäre ein Erfolg natürlich die Krönung gewesen.

„Es war eine Super-Vorstellung“, erklärte Caudillos Betreuer Dr. Andreas Bolte. „Er ist toll gelaufen. Er hatte einen idealen Rennverlauf, leider fehlte ihm ein Quäntchen Glück. Wir nehmen es aber sportlich und sind zufrieden. Er trug ja auch anderthalb Kilo mehr durch seinen vorherigen Sieg. Zwei Zentimeter Unterschied waren es zum Sieg. Jetzt geht Caudillo in Winterruhe und wird im nächsten Jahr in gewohnter Manier weitermachen.“

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