Schiergens Top-Ausbeute: Eins-Zwei im Youngster-Event

Im letzten Gruppe III-Rennen für die Zweijährigen dieser Saison beendete der Kölner Trainer Peter Schiergen eine lange Durststrecke. Denn seit dem Jahr 1998 (damals siegte Bernardon) hatte der Asterblüte-Boss nicht mehr das Herzog von Ratibor-Rennen gewinnen können.

Doch beim Krefelder Saisonfinale schlug er in diesem als Großer Bombadier-Vossloch-Preis ausgetragenen 50.000er über 1700 Meter endlich wieder einmal zu (Video ansehen).

Und zwar so richtig! Drei der acht Kandidaten hatte er ins Rennen geschickt, und zwei machten die Entscheidung in dieser Traditionsprüfüng unter sich aus, Neatico (Foto) und Cabimas!

Dabei war der Ittlinger Neatico, bei seinem kürzlichen Köln-Start ein imponierender Sieger, erst über eine Nachnennung ins Aufgebot gelangt, nachdem man eine Frankreich-Option verworfen hatte. Stalljockey Anrasch Starke lag mit seiner Wahl für den Medicean-Sohn genau richtig.

Unterwegs platzierte Starke den 28:10-Favoriten an vierter, fünfter Stelle, während Eternal Power vor Nightdance Paolo und Wellmond ein dicht geschlossenes Feld anführte. An der Seite von Neatico ging Kite Hunter vor Cabimas, Barzini und Keep Cool am Schluss.

Eingangs der Geraden war noch alles offen: Eternal Power und Nightdance Paolo konnten sich nicht steigern, während Neatico bald schon vor das Feld zog. Kite Hunter saß wie schon zuletzt fetwas est, während ganz außen Cabimas so richtig aufdrehte, dabei ein wenig in die Spur von Kite Hunter geriet.

Doch Neatico stand locker durch, geriet früh nicht mehr in Gefahr und kam zu seinem ersten Gruppe-Treffer. Da darf man für die kommende Saison schon einiges erwarten.

Cabimas stand ebenso früh als Zweiter fest, komplettierte die Super-Schiergen-Form in diesem Rennen. Erstaunlich stark wurde außen noch Keep Cool, der große Außenseiter bekam den etwas unglücklich agierenden Kite Hunter (Mario Hofer: ‚Ich bin mit dem Laufen zufrieden.‘) noch in den Griff und war als Dritter die Überraschung im Vorderfeld.

Eternal Power, Wellmond, Nightdance Paolo und der enttäuschend nie richtig von hinten wegkommende Barzini blieben am Ende chancenlos.

‚Ein tolles Pferd, das war schon stark, wie er auf dem weichen Boden angepackt hat‘, erklärte Neaticos Jockey Andrasch Starke. Und Besitzer Manferd Ostermann fügte an: ‚Ich bin beeindruckt von der Leistung. Der Rennverlauf verlief wie geplant. Ich denke, dass wir im nächsten Jahr für das Busch-Memorial wieder nach Krefeld kommen werden.‘

Gisela Schiergen, die ihren Gatten Peter vertrat, signalisierte: ‚Sowohl Neatico, als auch Cabimas sind super gelaufen. Von beiden kann man 2010 einiges erwarten.‘

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