‚Dinger gibt´s, die gibt´s nicht‘, drückte Rennkommentator Manfred Chapman seine Verwunderung aus. Wie die meisten Besucher hatte auch er wohl kaum damit gerechnet, dass der 11:10-Favorit All The Winds in einem 3500 Euro-Altersgewichtsrennen über 1700 Meter im Endkampf den Kürzeren ziehen würde.
Denn vorneweg zog der England-Import Fireside (Foto) aus dem Stall der Hasslocherin Nina Bach mit Norman Richter im Sattel immer wieder an und konterte sämtliche Attacken des Mundry-Schützlings, der von zweiter Stelle aus eingangs der Geraden erst in bester Haltung zum Angriff schritt, dann aber nicht durchstand, weiter (Video ansehen).
Zur Quote von 195:10 präsentierte sich Fireside damit gegenüber seinen beiden bisherigen beiden Starts in Deutschland deutlich gesteigert und landete den zweiten Karrieretreffer.
Auch im 1700 Meter-Ausgleich III gab es eine Überraschung. Denn Start-Ziel marschierte Heinz Tölles Redita Coriente (213:10) völlig überlegen Giardini und die Favoritin Oriental Time davon.
Zu einem lockeren Erfolg kam Hans-Heinrich Jörgensens Fürwahr (73:10) mit Andre Best im Sattel in einem 2350 Meter-Handicap.
Auf einen Zweikampf zwischen dem einstigen Derby-Pferd Quamun (24:10) und dem früheren Rekordjährling North Star (22:10) hatte man sich in einer 2050 Meter-Prüfung eingestellt. Doch zu einem Fight kam es nicht, denn der Fährhofer Quamun machte sich Mitte der Geraden völlig locker frei, während der lange führende North Star den Ehrenplatz noch an die 538:10-Chance Avio verlor.
Damit landeten Andreas Wöhler und sein Stalljockey Eduardo Pedroza jeweils einen wichtigen Punkt im Championatskampf. ‚Quamun bekommt immer mehr Routine‘, berichtete Assistenztrainerin Christa Germann. Mit den von Toni Potters trainierten Saturn (51:10) machte der amtierende Champ zum Abschluss ein Doppel perfekt.
Pedroza-Titel-Konkurrent Filip Minarik trug sich einmal in die Siegerliste ein, als er mit Carola Kammerinkes The Sixty (50:10) aus dem Stall von Michael Trybuhl in der Wettchance des Tages auf den allerletzten Drücker heranflog und gegen die Außenseiter Gallier, Wildnis und Ying sich durchsetzen konnte. Die stolze Quote in der Viererwette: 262.236:10 Euro!
Erst seit wenigen Wochen arbeitet Alexander Pietsch für Trainer Waldemar Hickst. Doch nach dem Youngster-Treffer mit Ronja landete das Team dank Isario (59:10), der zuletzt die größeren Reserven als Floribundus und Ruvano hatte, im 2200 Meter-Ausgleich III einen Doppeltreffer.
Der Umsatz fiel mit 217.000 Euro vor vollen Rängen sehr beachtlich aus, wobei man trotz eines Rennens weniger als 2008 das Vorjahresergebnis einstellen konnte.











