13 Starts, 13 Siege. Mit dieser makellosen Bilanz ging die von John Shireffs trainierte Stute Zenyatta in das Breeders‘ Cup Classic, das mit fünf Millionen Dollar dotierte Hauptrennen des gesamten Breeders‘ Cup-Meetings. In der 2000 Meter-Gruppe I-Prüfung auf der Sandbahn startete sie unter Mike Smith als 38:10-Favoritin. Alle Blicke waren auf sie gerichtet.
Als das Rennen mit einigen Minuten Verspätung (Quality Road machte am Start Probleme und musste verwiesen werden) sah man Zenyatta zunächst mit Abstand am Ende des Feldes. Doch das war in einem schnell gelaufenen Rennen die Taktik ihres Reiters Mike Smith, der einen mega-coolen Ritt zeigte.
Vorne machte gleich Godolphins Regal Ransom richtig Dampf, führte vor Rip Van Winkle, Colonel John, der zweiten Godolphin-Waffe Girolamo und Twice Over. Ende der Gegenseite hatte Zenyatta erst ein Pferd eingeholt.
Noch im Schlussbogen hatte sie deutlichen Rückstand auf die vorderen Pferde. Doch Mike Smith behielt die Nerven. Er pochte auf die Innenseite, wo sich für die Stute auch alles öffnete.
Dennoch war es noch ein weiter Weg bis nach vorne, wo in der Zielgeraden mehrere Pferde um den Sieg kämpften, und Zenyatta musste im Einlauf dann auch noch von der Innenseite nach ganz außen beordert werden.
In selten gesehener Manier machte die kapitale Stute Meter für Meter gut. Vorne sah es für einen Moment günstig für Gio Ponti aus, der auch mit dem Sandbelag bestens zurecht kam und auf der Siegerstraße zu sein schien. Auch Henry Cecils Twice Over mischte mit, während sich die anderen Europäer nicht leicht taten.
Doch unter ohrenbetäubendem Lärm ihrer zahlreichen Fans flog Zenyatta außen heran und kam bis ins Ziel noch sicher mit einer Länge an Gio Ponti vorbei. Damit bewahrte die Stute nicht nur ihren Nimbus als unbesiegtes Pferd, sondern zeigte auch eine der atemberaubendsten Performances, die man im Rennsport in den letzten Jahren gesehen hat und schrieb nebenbei noch Geschichte (Video ansehen).
Denn Zenyatta ist die erste Stute in der Geschichte des Breeders‘ Cup, die das ‚Classic‘ gewinnen konnte. ‚Ich kann es gar nicht fassen, was für eine großartige Stute, ich habe Tränen in den Augen. Ich liebe alle hier. das Publikum hat sie so fantastisch angefeuert und sie hat für sie getanzt‘, freute sich John Shirreffs, der Trainer von Zenyatta nach dem Sieg.
‚Ich wollte eigentlich nicht an letzter Stelle gehen, aber durch das Theater am Start war sie doch etwas aufgeregt. Sie ist unglaublich und ich musste nicht einmal in den allerhöchsten Gang schalten. Sie ist das Pferd des Jahrzehnts und eines der besten Pferde aller Zeiten‘, so Jockey Mike Smith nach dem Rennen.
Rip van Winkle wurde nur Zehnter, die Godolphin-Pferde Regal Ransom und Girolamo belegten die Plätze acht, bzw. zwölf.











