Was für ein Tag für das Gestüt Wittekindshof und Andrasch Starke! Beide kamen am Samstag in Mailand zu einer hundertprozentigen Ausbeute, räumten in den Hauptrennen mit Le Big und Sworn Pro noch einmal so richtig ab. Le Big kam im Premio Chiusura zu seinem ersten Gruppesieg, Sworn Pro war im Premio Giovanni Falck auf Listenebene erfolgreich.
Der Big Shuffle-Sohn Le Big hatte seinen ersten Gruppetreffer nach vielen guten Platzierungen auf diesem Level wahrlich verdient. Mit Andrasch Starke war er in dem Gruppe III-Rennen über 1400 Meter (88.000 Euro) an dritter Stelle gleich prominent. Als er nach vorne ging, war die Sache quasi im Handumdrehen entschieden, denn auch wenn der Mitfavorit Rockhorse (Dario Vargiu) noch stark wurde, gefährden konnte er den Stoltefuß-Schützling, der mit dem Treffer 43.880 Euro verdiente, nie.
Dieser kam sicher mit einer dreiviertel Länge Vorsprung als Erster ins Ziel. 38:10 gab es am Toto. Der zweite deutsche Starter in diesem Rennen, der von Werner Glanz trainierte Lukian (Massimiliano Tellini) hatte keine Chance und landete im geschlagenen Feld auf dem elften und damit letzten Platz.
Bereits eine halbe Stunde zuvor gab es für das Gestüt Wittekindshof etwas zu feiern, denn im Premio Giovanni Falck, einem Listenrennen über 2400 Meter für die Stuten, machten seine Stuten Sworn Pro (Andrasch Starke) und Elle Gala (Filip Minarik) das Rennen meilenweit vor den Gegnerinnen unter sich aus. In der mit 61.600 Euro (28.000 Euro für die Siegerin) dotierten Prüfung hatte dabei die letztjährige Winterkönigin aus dem Stall von Mario Hofer das bessere Ende gegenüber ihrer ein Jahr älteren Zucvhtgefährtin aus dem Stall von Peter Schiergen.
20:10 gab es am Toto auf den Wittekindshofer Sieg, beide Pferde waren in der Stallwette gekoppelt. Ohne Chance waren in diesem Rennen die von Werner Glanz trainierte Signora (Massimiliano Tellini, Siebte) und Stall Litex‘ Perseida (Pascal Jonathan Werning, Neunte).
Doch damit nicht genug. In einem 1700 Meter-Rennen für Zweijährige (22.000 Euro) siegte mit der Stute Monblue ein vom Gestüt Wittekindshof gezogenes Pferd, denn die Mutter der Monsun-Tochter ist die Wittekindshoferin Salonblue. Hokita (Umberto Rispoli) und Orluna (Massimiliano Tellini), die beiden Pferde aus dem Stall von Ralf Rohne, waren in diesem Rennen ohne Chance.
In einem Handicap über weite 3000 Meter (22.000 Euro) spielte der von Dieter Ronge trainierte Fantastic Day (Mirco Demuro) keine Rolle und blieb unplatziert. Besser lief es im letzten Rennen (1600 m, 27.500 Euro) für die von Werner Glanz trainierte Stute Khandaar, die sich als 51:10-Chance unter Massimiliano Tellini
Ohne Möglichkeiten war der von Cornelia Schmock trainierte und auch in deren Besitz stehende Steepler Supervisor im Grand Prix d’Automne. In dem mit 370.000 Euro dotierten Hürdenrennen über 4800 Meter auf Gruppe I-Ebene in Auteuil musste er gegen die besten Hürdler Frankreichs antreten und wurde unter Julian Marinov nachdem er unterwegs an vierter/fünfter Stele gelegen hatte, angehalten werden.
Und auch in Le Croise-Laroche lief es für das deutsche Aufgebot nicht besser. Der von Werner Baltromei trainierte König Bernard (Dominique Boeuf) war im Hauptrennen, dem Grand Prix du Nord (LR, 2100 m, 55.000 Euro) zwar favorisiert, kam nach einem Rennen aus dem Vordertreffen aber nur als Neunter über die Linie.
Der Zweijährige Rostov aus dem Stall von Ertürk Kurdu, immerhin Fünfter im Badener Auktionsrennen, spielte in einem Course E über 1800 Meter (24.000 Euro) mit Henk Grewe im Sattel auch keine Rolle, war früh geschlagen.
Werner Baltromeis Tiger Hill-Sohn Sumatra Tiger (Dominique Boeuf) kam in einem Ausgleich über 1800 Meter (16.000 Euro) auf den fünften Platz.
Ein Altersgewichtsrennen über 2500 Meter (16.000 Euro) gewann der im Besitz von Rupert Plersch stehende Perfect Season (Dominique Boeuf), der vor kurzem von Nina Bach in den Stall von Alain de Royer-Dupre wechselte.











