Am Sonntag markierte Andreas Wöhler den dritten Triumph im Preis der Winterkönigin. Dabei hatte ein Auftritt der Refuse To Bend-Tochter Neon Light in diesem mit 105.000 Euro dotierten Gruppe III-Rennen über 1600 Meter eigentlich gar nicht unbedingt auf der Agenda gestanden, weshalb auch Stalljockey Eduardo Pedroza auf Tech Exceed und nicht auf der 71:10-Chance Neon Light (Foto) saß.
„Wir haben das erst kurzfristig entschieden“,erklärte Andreas Wöhler.‘ Sicherlich dürfte auch der imponierende Einstandserfolg vor wenigen Wochen in Düsseldorf auf ähnlich weichem Untergrund den Ausschlag gegeben haben. Viele Familie aus dieser Linie bevorzugen dieses Geläuf.
Tränen in den Augen hatte am Sonntagnachmittag in Iffezheim auch Manfred Hofer, der die Mutter No Merci vor rund anderthalb Jahren an Pavel Kusmin verkauft hatte, einen Russen aus Kasachstan. „Ich habe alle Pferde aus dieser Linie gehabt. Die Mutter habe ich Herrn Kusmin angeboten, der drei bis vier Pferde in Deutschland trainieren lässt, aber auch in Russland aktiv ist. Auch die Bedeckung durch Refuse To Bend habe ich noch organisiert“, erklärte Hofer.
Interessant: Der Jährling der Lady stammt von Sholokhov, das Fohlen von Soldier Hollow. Hofer war es auch, der für den Start votierte, eigentlich hatte Wöhler ein kleineres Rennen in Hannover im Visier gehabt.
Viele Emotionen schwangen auch bei Jockey Jozef Bojko mit, der seine Chancen als zweiter Reiter bei Andreas Wöhler großartig seine Chancen nutzt und nach Rolling Home im Ausgleich II und vor Nubis im abschließenden Handicap nun den ungleich wichtigeren Treffer schaffte, seinen zweiten Gruppe-Sieg nach Toughness Danon im Fürstenberg-Rennen auch auf dieser Bahn.
Natürlich geht Neon Light nun in die verdiente Winterpause. Man darf auch ihre Kampagne 2010 schon sehr gespannt sein.










