Das Hindernis-Highlight: 380.000 Euro locken in Meran

Ein Highlight der besonderen Art wird der 70. Großen Preis von Meran Forst am Sonntag auf dem Meran-Kurs. Spät, aber noch rechtzeitig traf die Startzusage des Franzosen Ocean d’Or in den Büros der Meran Mais AG ein. So werden sich, angeführt von Vorjahressieger Sharstar, am Sonntag 14 Pferde aus Frankreich, der Tschechischen Republik, Polen und Italien im Höhepunkt der Meraner Turfsaison um ein Preisgeld von 380.000 Euro streiten.

Sechs Teilnehmer stellt das Gastgeberland Italien. Sie werden von Sharstar angeführt. Der Vorjahressieger aus dem Training von Paolo Favero peilt mit Championjockey Raffaele Romano im Sattel heuer seinen zweiten Sieg im Gruppe 1 – Rennen an. Siege im Großen Jagdrennen von Europa und im Preis UNIRE unterstreichen die Hochform des fünfjährigen Wallachs. Aus dem Stall des Meraner Championtrainers werden außerdem Herode Quercus (J. Kousek) und Kandinskiy (J. Bartos) an den Start gehen.

Vor allem Kandinskiy, der zuletzt im Großen Hürdenrennen von Meran nur von Royal Mougins geschlagen wurde, könnte am Sonntag im Kampf um die Spitzenpositionen mitmischen. Die italienischen Farben werden außerdem von Asselin (X. Hondier), St. Petersbourg( D. Columbu) und Fils A Papa (P. Perpna) vertreten. Asselin, der im Frühjahr sogar Sharstar geschlagen hat, darf zum engeren Kreis der Sieganwärter gezählt werden. Für die beiden Pferde des Rennstalles Montanari erscheint die Aufgabe am Sonntag ungleich schwieriger.

Vier Pferde werden aus Frankreich anreißen, um die mittlerweile bereits sechsjährige Durststrecke der Nachbarn zu beenden. Oscar des Pictons (M. Regairaz), ein siebenjähriger Wallach, der das Große Jagdrennen von Clairfontaine gewonnen hat, und Ocean d’Or (A. Blais), der sich zuletzt im Großen Jagdrennen von Waregem gegen starke Konkurrenz durchsetzen konnte, sind die Speerspitzen im Aufgebot der Turfnation.

Mit der Empfehlung von fünf Siegen in seiner Heimat reist Le Bazin (G. Adam) an. Der Schützling von Guillaume Macaire hat die Erfolge zwar nur auf Provinzbahnen errungen, doch dürfte er am Sonntag mit zum Kreis der Sieganwärter zählen. Das Aufgebot aus der Nachbarrepublik wird am Sonntag von Royal Verrie (D. Berra), im Vorjahr in Waregem erfolgreich, vervollständigt.

Drei Pferde entsendet die Tschechischen Republik. Nikodem (J. Myska), Florestano (J. Vana Jr.) und Imbir (J. Korpas) zählen in ihrer Heimat zwar zur ersten Garnitur, doch stehen alle drei am Sonntag vor einer äußerst schwierigen Aufgabe.

Mit größeren Ambitionen dürfte am Sonntag Duero (J. Faltejsek) ins Rennen gehen. Der polnische Schimmel aus dem Training von Greg Wroblewski belegte im Vorjahr immerhin den vierten Rang im Großen Preis und unterstrich letzthin seine gute Form mit einem zweiten Platz hinter Sharstar im Preis Unire.

Der Große Preis von Meran Forst findet am Sonntag, 27. September um 17.20 Uhr statt und wird leicht zeitversetzt im 3. Programm der RAI übertragen.

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