Am Samstag wird der beste Zweijährige der neuen Bundesländer gesucht. Hoppegarten, die Parkbahn vor den Toren Berlins, ist Alleinveranstalter im deutschen Turf und wartet mit dem Jugend-Preis als Hauptereignis der Sieben-Rennen-Karte auf. Um immerhin 25.000 Euro geht es für die Youngster über 1400 Meter.
Und nicht nur wer in Hoppegarten Stammgast ist weiß mittlerweile, dass der vor Ort tätige Trainer Roland Dzubasz (Foto) immer stark zu beachten ist.
Er schickt mit Vanjura und Atlantis gleich zwei Kandidaten in die Prüfung, die nur für Trainer in den Neuen Bundesländern ausgeschrieben ist. Vor allem die im Besitz des German Racing Club stehenden Vanjura – schon immer ein hoch gehandeltes Pferd im jüngsten Jahrgang bei Roland Dzubasz – sollte starke Beachtung finden.
Ihr Debüt auf der Heimatbahn konnte die Areion-Tochter gleich siegreich gestalten und sollte in dem Ittlinger Silver Shuffle (Trainer Peter Schiergen) und Only For Joy (Trainer Mario Hofer) sicher keine schlechten Pferde hinter sich gelassen haben. Vor allem auch die Art und Weise des Erfolges konnte sich sehen lassen.
Denn nach mäßigem Start und trotz ersichtlicher Unreife nicht nur in der frühen Phase des Rennens, konnte Jockey Eugen Frank am Ende zu einem leichten und souveränen Treffer kommen. Die erkennbar talentierte Stute sollte durch ihren ersten Start nun weiter gefördert sein, geht in der Distanz allerdings nun um 200 Meter zurück, nachdem ihr Debütsieg über die Meile zustande kam.
Sie hält darüber hinaus einige Engagements in lukrativen Listenrennen später im Jahr, könnte auch eine Kandidatin für das Badener Ferdinand Leisten-Memorial (BBAG Auktionsrennen) werden, das mit überdimensionalen 200.000 Euro dotiert ist, werden.
„Vanjura hat ihr erstes Rennen gut weggesteckt. Sicherlich gehen wir optimistisch in den Jugend-Preis, aber jedes Rennen muss erst einmal gewonnen werden. Das Potenzial besitzt sie bestimmt“, sagt Dzubasz über die am Samstag von Alexander Pietsch gerittene Vanjura.
Auch Browning Dream sollte über einiges Können verfügen. Der Whipper-Hengst des Stalles Lockwitz wagte sich zum Debüt sogar nach Köln, wo nur ein sechster Rang heraussprang. Doch in Dresden konnte er dann mit klarer Steigerung aufwarten, als er im dortigen Sommer Preis Rang drei hinter starken Gegnern belegen konnte, auch am Toto viel Vertrauen fand.
Browning Dream wird im Sattel die Hilfen von Andreas Suborics, was sicher als weiteres positives Zeichen gelten kann. In Dresden blieb er zudem klar vor Islington (F. Minarik), den er erneut antrifft. Christian Zschache bietet neben dem Royal Dragon-Sohn Islington auch noch Pepita (P. J. Werning), die zuletzt sieben Längen hinter dem Stallgefährten blieb, schon mit deutlicher Verbesserung aufwarten muss, um das Blatt zu wenden.
Der Hoppegartener Besitzertrainer Christian Zschache agiert unverändert mit großem Erfolg, hat sein kleines Lot immer topfit und sollte mit seinen beiden Pferden sicher nicht vernachlässigt werden.
Auch seien Hoppegartener Kollegin Agnieszka Klus bietet sogar drei Pferde im Jugend-Preis auf. Schon in Bad Doberan liefen Swedish Streak (H. Grewe) und Equeen Hill (R. Juracek) gegeneinander, wobei Ersterer als Vierter sehr gut abschnitt, aber auch Equeen Hill als Sechste gefallen konnte. Beide erlitten in der Prüfung an der Ostsee Bügelverlust, sollten mit einwandfreiem Rennverlauf ebenfalls Chancen besitzen.
Ob der dritte Klus-Starter Tsar (Jiri Palik) beim Lebensdebüt gleich ganz weit vorne landen kann, muss abgewartet werden. Außenseiterchancen können nur für Tamifleur (Steffi Hofer) aus dem Stall von Uwe Stech und Martin Rölkes Latasha entdeckt werden.










