Getaway (Foto) fliegt zum Sieg im 137. Grosser Mercedes-Benz-Preis von Baden! Der Top-Galopper von Georg Baron von Ullmann imponierte in dem Gruppe I-Knaller des Jahres und konnte auf passend weichem Untergrund in dem 250.000 Euro-Showdown restlos überzeugen. Adrie de Vries, Privatjockey der Pferde von Georg Baron von Ullmann und des Gestüts Schlenderhan, konnte endlich wieder einen Super-Sieg feiern (Video ansehen)!
Der Monsun-Sohn Getaway galoppierte gleich nach dem Start an dritter Position hinter seinem Stallgefährten Wiener Walzer (F. Minarik), der ein gutes, reelles Tempo setzte, und Stall Blankenese-Star Kamsin (A. Starke).
Vorjahressieger Kamsin kam dann aber ausgangs des Schlussbogens nicht entscheidend weiter, als Getaway in Riesenhaltung in seinem Schatten auftauchte und Adrie de Vries noch mucksmäußchenstill im Sattel auszumachen war.
Von hinten wurde nun auch die Godolphin-Chance Eastern Anthem unter Lanfranco Dettori in die Entscheidung geworfen, doch reichte es nicht mehr für Super-Frankie unseren Getaway vorne noch zu stellen. ‚Eastern Anthem ist gut gelaufen, der Sieger war einfach zu stark‘, respektierte auch Frankie Dettori die Super-Leistung von Getaway.
Adrie de Vries hatte Getaway rechtzeitig und resolut in Front geschickt, gewann im Ziel leicht mit drei Längen vor dem Godolphin-Vetreter Eastern Anthem, der ein Sohn der deutschen Top-Stute Kazzia ist. Der Siegtoto zahlte 30:10 auf Getaway.
‚Ich hatte immer ein gutes Gefühl. Getaway hat sich schnell beruhigt und ging immer toll. Ich musste nur aufpassen, dass ich nicht zu früh in Front gehe. Es hat alles toll gepasst‘, sagte de Vries.
Und Siegtrainer Jens Hirschberger: ‚Getaway fühlt sich besser denn je, macht daheim und heute auch hier auf der Rennbahn einen Rieseneindruck.‘
Das erklärte Ziel war immer der Prix de l’Arc de Triomphe für den sechsjährigen Hensgt Getaway, in dem sich der Monsun-Sohn nach dieser tollen Performance auf Gruppe I-Level sicher nicht zu verstecken braucht, wenn er Anfang Oktober die Paris-Attacke einläutet.
Im Jahr 2007 war Getaway – damals noch von Andre Fabre trainiert – schon einmal Vierter in Europas prestigeträchtigstem Rennen des Jahres.
Und was war eigentlich mit Youmzain? Nur der dritte Rang sprang für den hochgehandelten Weltenbummler aus dem England-Stall von Mick Channon raus, nachdem Sattel-Rückkehrer Kieren Fallon ihn unterwegs etwas versteckte, dann in der Zielgeraden früh nicht so recht weiterkam und nach einer wahren Kraftanstrenung noch Wiener Walzer für Platz drei knapp verdrängen konnte.
Doch auch das Channon-Lager war zufrieden mit der Vorstellung des Sinndar-Sohnes, für den der Badener Auftritt nur ein Aufbaurennen für den Arc gewesen sein soll.
‚Er ist gut gelaufen, wir halten an unseren Plänen fest, schließlich war er hier schon mal Vierter und hätte danach fast den Arc gewonnen. Es war alles Spitzenpferde am Start‘, so Mick Channon.
Und Jockeystar Fallon: ‚Für uns war das Rennen ein wenig zu langsam, das hat Youmzain nicht so gefallen. Wir sind einfach nicht an die beiden Führenden herangekommen. Aber es war ein gutes Vorbereitungsrennen für den Arc.‘
Das Godolphin-Team war über den zweiten Platz von Eastern Anthem ebenfalls erfreut. Der Dubai-Held habe nun auch bewiesen, dass er in Europa reelles Gruppe I-Format besitze, hieß es.










