Das 76. Darley-Oettingen Rennen am Dienstag in Iffezheim sicherte sich der Gast Premio Loco (Foto), womit die Gruppe II-Prüfung (65.000 Euro, 1600 m) wie im Vorjahr nach England ging, genauer gesagt in den Stall von Chris Hall in Newmarket. Der im Besitz von Bernhard Westley stehende fünfjährige Fuchswallach war zu stark für die deutschen Kontrahenten und gewann leicht unter Jockey George Baker, der am Tag seines 27. Geburtstages mit 2 ½ Längen vor König Concorde und Earl of Fire blieb.
Ebenso wie im Vorjahr, als Lovelace für Marc Johnston punktete, wurde also zum wiederholten Male die englische Nationalhymne gespielt und wie War Artist in der Goldenen Peitsche gewann auch diesmal ein Pferd, dass vor dem Rennen als durchaus schlagbar galt.
Premio Loco (27:10) gewann beim 15. Start zum achten Mal, soll nach Angaben seines Betreuers Chris Hall, für den der Prized-Sohn seinen ersten Deutschland-Treffer landen konnte, auch als Fernziel im kommenden Winter eine Dubai-Kampagne starten. „Nachdem Sehrezad und Wiesenpfad nicht an den Start kamen, waren wir schon ziemlich siegessicher“, meinte Chris Hall anschließend.
Nur sechs Pferde gingen auf die 1600 Meter-Strecke, Sehrezad und Wiesenpfad blieben wie gesagt der mit 65.000 Euro dotierten Gruppe II-Prüfung fern, in der Earl of Fire von der Spitze aus einen flotten Takt anschlug.
In der Zielgeraden war der fortwährend an dritter bzw. vierter Stelle gelegene Engländer früh prominent und hatte zudem gar keine Mühe, den innen tapfer dabei bleibenden Earl of Fire (wurde Dritter) zu überlaufen.
Sehr gut in die Partie fand zudem der Sprengel-Schützling König Concorde, um schließlich einen sicheren zweiten Rang einzufahren.
Aspectus (Andrasch Starke: ‚Er zog nicht durch, was früher schon öfter der Fall war‘) war als Vierter ohne bessere Möglichkeiten, hatte außerdem unterwegs nicht unbedingt den besten Rennverlauf, während die beiden dreijährigen deutschen Starter Caro Jina und der lange auf Rang zwei im Rennen liegende Glad Panther am Pfosten das Schlusslicht des Sechserfeld bildeten.
Sehr zufrieden mit dem Abschneiden seines Schützlings König Concorde zeigte sich Christian Sprengel. „Wir waren schon vor dem Rennen sehr zuversichtlich und machen demnächst voraussichtlich in der Kölner Europa-Meile weiter“.
Earl of Fire verkaufte sich ebenfalls teuer: ‚Er ist auf weichem Boden noch besser aufgehoben, aber das war sehr gut‘, verriet Werner Baltromei.
Damit steht es 2:1 für England nach den bisherigen drei Gruppe-Rennen bei der Großen Woche!










