Was für ein Tag für Besitzer Rupert Plersch! Zunächst gewann seine Stute Superstition den Preis der Jährlingsauktionen, dann siegte sein Flieger-Crack War Artist (42:10) auch noch in der Goldenen Peitsche, dem mit 65.000 Euro dotierten, wichtigsten Fliegerrennen des Landes.
Nach einem Rennen aus der Reserve hatte der Wallach aus dem Stall von James Eustace Smooth Operator immer sicher im Griff, hinter dem Le Big als Dritter das Rennen seines Lebens lief.
Und auch für Jockey Andreas Suborics war es der Höhepunkt eines tollen Wochenendes, nachdem er einen Tag zuvor bereits mit Wiesenpfad den Preis der Sparkassen-Finanzgruppe gewonnen hatte.
‚Ich hatte die Order lange zu warten und hatte Smooth Operator, den ich als stärksten Gegner gesehen habe, immer vor mir. Als ich angriff, ging mein Pferd noch sehr gut, sodass alles gut klappte‘, so Suborics nach dem Rennen, das War Artist mit eineinviertel Längen Vorsprung gewann (Video ansehen).
Der Jockey weiter: „Die Goldene Peitsche ist ein ganz besonderes Rennen und ich habe 2004 erstmals mit Raffelberger, dann Linngari und im Vorjahr mit Overdose gewonnen. Ohne die Leistung von War Artist zu schmälern, Overdose ist ein ganz besonders Spitzenpferd gewesen.“
Besitzer Rupert Plersch war natürlich überglücklich. ‚Das ist eine tolle Stimmung hier. War Artist soll jetzt den Prix de l’Abbaye bestreiten, später dann nach Hong Kong und Dubai gehen. Er hatte eine Kolik, musste aber nicht operiert werden‘, so Rupert Plersch.
„Wir sind einer kleiner Stall in Newmarket mit 27 Pferden, haben aber schon Gruppe III-Rennen und große Handicaps gewonnen. Bei seinen ersten Starts hat ihm der weiche Boden nicht gepasst. Wir waren schon recht hoffnungsvoll angetreten. Es war mein erster Sieg in Deutschland beim zweiten Start. Ich bin vor Jahren mal in Frankfurt gewesen“, kommentierte War Artist-Trainer James Eustace den Erfolg.
Vollauf zufrieden mit dem Laufen seines Schützlings Smooth Operator war auch Mario Hofer. ‚Etwas weicherer Boden wäre noch besser gewesen, aber er ist nur an einem Gruppe I-Pferd gescheitert.
Gerd Zimmermann, Besitzer von Smooth Operator, sah das ähnlich: ‚Das ist doch eine tolle Form gegen diese guten englischen Pferde. Jetzt läuft er beim Prix Flore am Arc-Wochenende über 1400 Meter.‘
Die Enttäuschung des Rennens war die 21:10-Favoritin Lesson in Humility, die im Einlauf zwar in Position war, aber früh nicht mehr zwingend wirkte und nur Vierte wurde.
Einen ihrer letzten Starts, vielleicht sogar den letzten, bestritt Werner Baltromeis Etoile Nocturne, die Fünfte wurde, während Le Big eine der bisher besten Leistungen seiner Karriere zeigte.
‚Er ist riesig gelaufen und es hat alles so geklappt wie ich mir das vorgestellt habe. Als er vorne war, dachte ich, dass er gewinnt, weil ihm 1200 Meter doch noch zu kurz sind, aber die anderen Pferde waren dann doch besser‘, so Le Big-Trainer Uwe Stoltefuß.









