Iolith oder Querari: Wer macht das Spiel in Iffezheim?

Folgt jetzt der dritte Streich? Das Gestüt Schlenderhan hat sich in den letzten beiden Austragungen vom Preis des Casino Baden-Baden in die Siegerliste eintragen können. Idolino (Foto) in 2008 und Andorn zwölf Monate zuvor hießen die Sieger der Meilen-Listenprüfung in der näheren Vergangenheit. Und auch am Sonntag wird das Traditionsgestüt mit einem Kandidaten in der 20.000 Euro-Prüfung vertreten sein.

Iolith heißt der Vierjährige aus dem Stall von Jens Hirschberger, der Stalljockey Adrie de Vries anvertraut wird. Nach einer etwas leichteren Aufgabe in Düsseldorf kommt der Monsun-Sohn nun wieder auf gehobener Ebene zum Einsatz und muss sicher erste Chancen anmelden. Allerdings stehen ihm sieben sehr veranlagte Herausforderer gegenüber, von denen der Fährhofer Querari, der bereits zwei Top-Platzierungen aus Grupperennen mitbringt, beste Referenzen vorweisen kann.

Der Oasis Dream-Sohn trifft es im Schnitt wohl etwas leichter an, als bei den letzten beiden Gelegenheiten in Düsseldorf und zuvor in Frankfurt. Dem Fährhofer könnte unter Wöhler-Stalljockey Eduardo Pedroza sogar die Favoritenrolle zukommen.

Aber auch Aden Gulf gehört auf jeden Wett-Tipp. Der Auftritt des Ammerländers aus dem Asterblüte-Stall von Peter Schiergen in München wusste doch sehr zu gefallen. Er wurde in einem Ausgleich II mit zunehmender Wegstrecke immer länger, hat mit der Meile längst seine Idealdistanz gefunden und könnte über weitere Reserven verfügen. Allerdings ist es für ihn auch ein Sprung aus dem Ausgleich II in die Listenklasse.

Die Krefelder Trainerin Erika Mäder bietet den stets hoch gehandelten Torres auf. Anfang Juni unterlag der Gold Away-Sohn als heißer Favorit doch etwas überraschend in Düsseldorf. Allerdings war der Boden nach heftigen Regenfällen in der Landeshauptstadt auch schon sehr locker. Doch behinderte ihn offenbar zudem eine Hodenverletzung.

Usbeke wird vom vor Ort tätigen Neutrainer Jean-Pierre Carvalho aufgeboten. Filip Minarik reitet den Big Shuffle-Sohn, der nach letzten Eindrücken genauso wie Hartmut Steguweits Manipura (Henk Grewe) um eine Außenseiterrolle nicht herumkommen wird.

Polnische Interessen vertritt Golden Tirol, der von Adam Wyrzyk vorbereitet wird und im Juni unter seinem ständigen Jockey Piotr Krowicki das Magna Austrian Derby gewinnen konnte. Der Wöhler-Hengst Diani war in Ebreichsdorf etwas mehr als eine Länge zurück drittes Pferd. Auch wenn in Österreich 2200 Meter gefordert waren, sollte der polnische Gast auch über die Meile nicht unterschätzt werden, hat er doch vier seiner fünf bisherigen Starts siegreich gestalten können.

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