Vor dem Samstag rangierte der Hoppegartener Trainer Roland Dzubasz auf Platz fünf der Statistik. Keine Frage, die Pferde der Nummer eins aus den Neuen Bundesländern marschieren weiterhin wie die Feuerwehr und landen Treffer in Serie. Eines der Aushängschilder, die dreijährige Platini-Tochter Antara, die Besitzer Thomas Gehrig auch gezogen hatte, präsentierte sich am Samstag in München.
Zum dritten Mal ging die Lady hier an den Start. Und nachdem sie hier schon das Charly Seiffert Memorial gewonnen hatte, landete die Stute aus der Hauptstadt im Großen Preis der Brauerei Aying – BBAG Auktionsrennen München (50.000 Euro, 1600 m) ihren zweiten dicken Treffer in Riem (Video ansehen).
Jockey Alexander Pietsch, der aktuell wahrlich kaum Fehler macht, vertraute ganz auf den Speed der 29:10-Mitfavoritin. Und im Einlauf sparte er viel Platz, schlüpfte innen durch und verabschiedete sich völlig souverän von der Konkurrenz. ‚Sie hatte zuletzt einiges Pech, wir waren schon mit einigem Mumm angereist‘, sagte Roland Dzubasz, der mit ihr als Fernziel den Preis der Deutschen Einheit auf der Heimatbahn ansteuern könnte.
Der auf 25:10 heruntergewettete Sanjii Danon (Adrie de Vries) musste sich wie schon in Hamburg mit dem Ehrenplatz zufrieden geben, doch verkaufte er sich gut genug und blieb vor Walero (Eduardo Pedroza), der sich Usbeke und Ramiro vom Leib hielt. Ein völlig formgemäßer Ausgang. Savono war nicht mit von der Partie, er war zum Nichtstarter erklärt worden.
Ein Doppel für das Team Dzubasz/Pietsch komplettierte Isarda (27:10), die in einer Meilen-Prüfung nach Foto-Vergrößerung gegen Audrey gewann (Video ansehen).
Nach vier Ehrenplätzen hinteeinander war die von Dieter Ronge trainierte Argenta (51:10) im 2200 Meter-Ausgleich III wahrlich überfällig und bekam mit viel Schwung auch den Favoriten Dagostino und Easy Goin in den Griff.
Eiserne Nerven bewies Wolfgang Figges Stalljockey Karoly Kerekes in der Wettchance des Tages über 2000 Meter. Denn von einem der allerletzten Plätze brachte er die 33:10-Favoritin Oriental Rose tatsächlich noch vor Nubis, Arratino und Tamerlan nach vorne. Die Viererwette bezahlte 94.111:10 Euro.
Nach dem ohnehin schon glänzenden Kölner Debüt galt Stall D´Angelos Tres Rock Danon in einem 2400 Meter-Rennen für Dreijährige als fast unschlagbar. Und die 13:10-Chance aus dem Stall von Waldemar Hickst verabschiedete sich unter Eduardo Pedroza auf Riesenvorsprung von Saira und Shingara. Der Sohn der Super-Cracks Rock of Gibraltar sollte zu Höherem berufen sein.
Die Form von Trainer Sascha Smrczek und Jockey Henk Grewe kann sich weiter sehen lassen. In der Auftaktprüfung über 2200 Meter setzte sich dieses Gespann sicher mit der Jahns-Schimmelstute La Sterna (31:10) gegen Lügenbaron und Razzia Girl durch.
Die große Besitzergemeinschaft des Galopp Club Süddeutschland landete mit der von Manfred Weber trainierten 24:10-Favoritin Wonderful Life (Adrie de Vries) in einem 1000 Meter-Sprint einen sehr sicheren Treffer gegen Giordana und Zobel Davis. An einem absoluten Tag der Favoriten zahlte die Top 6-Wette noch stolze 20.900:10 Euro.
Den meisten Beifall bekam an diesem sonnigen Nachmittag allerdings die Henkel Preis der Diana-Siegerin Night Magic und deren Team, die sich nach dem ersten Rennen ihrer heimischen Fangemeinde präsentierte.










